Autorin Liesl Ujvary wird 70
Sie zählt zu den wichtigsten Vertreterinnen der experimentellen, sprachkritischen Literatur in Österreich und fühlt sich der Wiener Gruppe rund um Konrad Bayer besonders verbunden.
Die 1939 in Bratislava (Pressburg) geborene und seit 1971 in Wien lebende Autorin Liesl Ujvary feiert heute ihren 70. Geburtstag. Dass Fotografien und Musik integrativer Bestandteil ihres literarischen Werkes sind, zeigte u.a. 2004 die Ausstellung "Weiche Welten" in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek.
Ihre Arbeiten
Liesl Ujvary kam 1945 nach Österreich und verbrachte ihre Kindheit in Niederösterreich und Tirol. Sie studierte in Wien und Zürich Slavistik, althebräische Literatur und Kunstgeschichte. Sie dissertierte über Ilja Ehrenburgs Roman "Julio Jurenito" und war 1969/70 Lehrbeauftragte für russische Sprache und Literatur in Tokio. 1970/71 folgte ein einjähriger Fortbildungsaufenthalt für Russischlehrer in Moskau. 1977 trat sie mit experimentellen poetischen Texten unter dem Titel "Sicher & Gut" hervor, 1983 erschien der Gedichtband "rosen, zugaben". Ujvary beschäftigte sich auch mit der elektronischen Bearbeitung von Klängen und gestaltete Arbeiten für das ORF-Kunstradio. 2003 erschien die CD "Sieben Artefakte". Fünf weitere CDs folgten, zuletzt 2008 "trautonium jetztzeit".
1978 wurde Liesl Ujvary mit dem Förderungspreis der Stadt Wien für Literatur ausgezeichnet, 2005 mit dem Preis der Stadt Wien. Ihr literarisches Archiv befindet sich seit 2003 in der Handschriftensammlung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Im Sonderzahl Verlag erschien 2006 ihr Prosaband "Alphaversionen".














