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    Zuletzt aktualisiert: 03.10.2010 um 13:51 UhrKommentare

    "steirischer herbst" geht im Forum Stadtpark ins "Casino of Tricks"

    Deutsches Künstlerkollektiv "geheimagentur" spielt sich im trickreichen Casino.

    Im herkömmlichen Casino verliert der Spieler meistens sein Geld. Beim diesjährigen "steirischen herbst" im Forum Stadtpark scheint das nun andersrum zu laufen: Der Besuch im "Casino of Tricks", präsentiert vom deutschen Künstlerkollektiv "geheimagentur", entlohnt einen mit Wissen und Geld. Letzteres gibt es, wenn man Tricks verrät. Der große Traum der Trick-Casino-Besucher bleibt aber derselbe: Das Sprengen der Bank.

    Beim Einlass werden die Teilnehmer beim Vorführen ihrer Tricks gefilmt. Diese Filme sind kurz darauf auf einigen Screens im Casino zu sehen und werden dadurch jedem Besucher zugänglich gemacht. Das sei der Kern des Spiels, meinte Frau S. - eine der Künstlerinnen, die Namen der Agenten bleiben natürlich geheim - "denn jeder soll aus den Tricks der anderen etwas lernen können." Außerdem sei laut Frau S. das Tricksen ohnehin legitim geworden, "seit sich die großen Banken ohne Konsequenzen aus der Finanzkrise stehlen."

    Für die vorgeführten Tricks gibt es Geld in Form von Jetons, die im Trick-Casino auf intelligente und unterhaltsame Weise verspielt oder vervielfältigt werden können. Das Trick-Roulette sei nur eine der Möglichkeiten, bei denen die Teilnehmer untereinander in Kontakt kommen können, meinte dazu der Kassier Herr M., "denn wir wollen neue Tricks entstehen lassen, damit jeder besser durch den Alltagsdschungel kommt." Dementsprechend kann der Gewinn getoppt werden, wenn man den Mitspielern einen guten Trick erzählt. Neben dem Roulette gibt es auch Unkonventionelleres: Auf dem "Office-Chair Parcours" kann man seine Bürostuhl-Fahrkunst unter Beweis stellen und für ein live gebrachtes Trickser-Plädoyer verdreifachen sich die eingesetzten Jetons.

    Im Zentrum stehen jedoch die Tricks der Besucher und die sind mannigfaltig: Wie man ein bisschen "Kohle an der Finanz vorbeischiebt", sich vor der Arbeit drückt oder mal zum Fußballspiel ohne Eintrittskarte hineinschwindelt. Die Ideen sind manchmal skurril und auch zum Lachen: Beispielsweise bestand ein Teilnehmer darauf, auf einem Besen reiten zu können. Abgehoben ist er dann bei der Vorführung trotz aller Anstrengung nicht.

    Erstaunte Gesichter sah man, wenn die Teilnehmer das Spielgeld in Bares umwechseln wollten. Da stempelt der Kassier schon mal einen großen Abdruck auf einen Zehn-Euro-Schein oder schnipselt ein kleines Stück vom Geldschein weg. Aber keine Angst, laut "geheimagentur" soll das "künstlerisch gestaltete" Geld nichts an seinem offiziellen Wert verloren haben und nach wie vor als Zahlungsmittel gelten. Im Forum Stadtpark hat man nun noch bis zum Samstag Zeit die Bank zu sprengen und tatsächlich das ganze Geld - einige Tausend Euro - mit nach Hause zu nehmen.


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