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Zuletzt aktualisiert: 20.07.2012 um 12:59 UhrKommentare

Daniel Barenboim bei den Salzburger Festspielen

Foto © APA

Der 70-jährige Dirigent und Pianist Daniel Barenboim - einer der meistbeschäftigten Musiker des internationalen Konzert- und Opern-Betriebes - wird auch bei den Salzburger Festspielen 2012 vielfach präsent sein. Heuer wird er zwar keine Oper und kein "Philharmonisches" leiten. Dafür dirigiert Barenboim zwei "seiner" Orchester und gibt drei Solo-Klavierabende im Großen Festspielhaus.

Am Beginn von Barenboims Sommer in Salzburg steht ein Konzert mit dem West-Eastern Divan Orchestra, also jenes Klangkörpers, den er mit dem inzwischen verstorbenen palästinensischen Intellektuellen und Dichter Edward Said gegründet hat. In diesem Orchester spielen junge Araber und Israelis im Alter von 14 bis 25 Jahren zusammen. Das West-Eastern Divan Orchestra hat mit Konzerten in politischen Brennpunkten wie der innerkoreanischen Grenze Aufsehen erregt. Diesmal hat Barenboim die fünfte und die sechste Symphonie von Beethoven aufs Programm dieses interkulturellen Klassik-Orchesters gesetzt - Schicksal und Natur quasi als Leitfäden für dieses Konzert.

Am Ende der Festspiele wird Barenboim das zweite von drei Orchestern dirigieren, denen er als Chefdirigent vorsteht: Das Orchestra del Teatro alla Scala aus Mailand. Zur Premiere gibt es das Requiem von Verdi und zwar in absoluter Topbesetzung. Neben dem Coro del Teatro alla Scala werden Anja Harteros, Elina Garanca, Jonas Kaufmann und Rene Pape singen.

Barenboims Hauptprojekte in Salzburg 2012 aber sind nicht die beiden Orchesterkonzerte. Dieses Attribut gebührt dem Schubert-Projekt. Pianist Barenboim hat sich erstmals in seiner Karriere alle vier großen Sonaten und die beiden je vierteiligen "Impromptus" D 899 und D 935 des Biedermeier-Meisters vorgenommen. "Wenn Barenboim Zeit zum Üben findet, kann das eines der Festspielhighlights im Konzert werden", sagte Festspiel-Konzertchef Matthias Schulz.

Quelle: APA

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