Uraufführung von "Solaris" als Eröffnungspremiere gefeiert
Der neue Präsident der Bregenzer Festspiele, Hans-Peter Metzler, tritt aus dem Schatten seines stolze 31 Jahre lange herrschenden Vorgängers. Großen Beifall gabe es für die Uraufführung der Oper "Solaris".
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Einen ersten Paukenschlag hatte der neue Präsident der Bregenzer Festspiele mit der Kür der Grazer Opernchefin Elisabeth Sobotka zur künftigen Intendantin schon am Tag vor der Eröffnung gesetzt. Mit seiner Rede zum Auftakt des 67. Festivals trat Hans-Peter Metzler am Mittwoch endgültig aus dem Schatten seines Vorgängers Günter Rhomberg, der über drei Jahrzehnte lang an der Spitze gestanden war.
Der 53-jährige Technologie-Unternehmer Metzler hängt die Latte hoch: "Die Bregenzer Festspiele messen sich mit den besten Festivals der Welt." Betont er auch die kaufmännische Verantwortung, so legt er doch den Kurs klar fest: "Erstklassige Qualität muss ohne Wenn und Aber unser primäres Ziel bleiben." Der künftigen Intendantin garantiert er einen künstlerischen Freibrief: "Hier darf, wenn es sein muss, auch etwas auf Biegen und Brechen umgesetzt werden."
In seiner Eröffnungsrede unterstrich der studierte Mathematiker und Physiker den Stellenwert der Festspiele: "Kunst rechnet sich. Nicht nur für den Tourismus, sondern viel mehr für die Menschen, die hier leben und arbeiten." Daraus folgerte sein Appell an die Politik: "Der direkte Zusammenhang zwischen Kulturhaushalt und Wohlstand ist empirisch belegt! Vergessen wir das nicht bei der Wahrnehmung der öffentlichen Aufgaben!"
Bei der von Intendant David Pountney wieder als attraktive Werbung für sein aus finanziellen Gründen etwas ausgedünntes Programm unter dem Motto "Erinnerungen an die Zukunft" inszenierten Eröffnung legte Kulturministerin Claudia Schmied ein Bekenntnis zu den Festspielen ab: "Die Werte, die wir hier schaffen, sind die unverzichtbare Basis für eine lebendige, friedliche und humane Gesellschaft."
Und Bundespräsident Heinz Fischer, der im ersten Anlauf irrtümlich die "Festspiele 2011" eröffnete, erklärte: "An Mut für das Neue darf es gerade jetzt weder in der Politik noch in der Gesellschaft mangeln."
















