Elektra: Glücksgefühl und Todesängste
"Elektra" von Richard Strauss hat heute bei den Salzburger Festspielen in der Regie von Nikolaus Lehnhoff Premiere.

Foto © APAIréne Theorin als Elektra
Die Schwedin Iréne Theorin gibt als Elektra ihr Rollendebüt. "Ich freue mich enorm", sagt sie, "fühle mich bei Lehnhoff und Dirigent Daniele Gatti in den besten Händen - und stehe gleichzeitig Todesängste aus. Die Rolle ist ebenso aufregend und tiefgründig, wie sie Respekt gebietet. Ich schwanke zwischen absolutem Glücksgefühl und tiefer Ehrfurcht vor dieser großen Herausforderung."
Die Annäherung von Iréne Theorin an ihre Partie: "Elektra ist ja nicht nur eine wichtige Rolle im Operngeschäft, sondern im ganzen Mythensystem. Elektra ist natürlich ein bisschen ?krank', aber ich liebe es, auf verrückt zu spielen."
Für Waltraud Meier ist die Klytämnestra nicht ganz neu: "Ich bin vor 15, 16 Jahren an der Berliner Staatsoper eingesprungen. Da lief eine ?Elektra'-Produktion, die auf CD aufgenommen werden sollte. Ich habe die Rolle schrecklich schnell gelernt und war nur in dieser Aufführung, die mitgeschnitten wurde, im Einsatz. Die Klytämnestra war nicht die Rolle, die ich damals singen wollte. Jetzt ist sie daher für mich wie neu."
Die Niederländerin Eva-Maria Westbroek zur von ihr gestalteten Chrysothemis: "Ich lasse mich jedes Mal von den Menschen, die dabei sind, inspirieren, und auf diese Art findet man immer neue Ecken. Sie hat natürlich ein anderes Ziel, nicht Rache, sondern Familie und Kinder. Doch sie soll die gleiche Kraft haben wie ihre Familie und kein Weichei sein."
Features
Zur Aufführung
"Elektra" von Richard Strauss bei den Salzburger Festspielen: 8., 12, 16., 20., 23. und 28. August.
Karten: Tel. (06 62) 80 45 500.










