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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2009 um 11:42 UhrKommentare

Erstes Orchesterkonzert der Festspiele

Intendant David Pountney hat für das erste Konzert das "Stabat Mater" und die Sinfonie Nr. 3 von Szymanowski mit dem Klarinettenkonzert von Mozart zusammengespannt.

Foto © APA

Nach dem Erfolg der diesjährigen Bregenzer Hausoper "König Roger" stehen auch die beiden ersten Festspiel-Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker im Zeichen des polnischen Komponisten Karol Szymanowski (1882-1937). Die Mischung aus Erdenschwere, Chor- und Orchester-Monumentalität und dazwischen geradezu vibrierender Mozart'scher Luftigkeit ergab eine Spannung, die sich im begeisterten Beifall löste.

Inszenierung

Unter Leitung von Paul Daniel konzertierten die Wiener Symphoniker im Festspielhaus sehr konzentriert, das von Anna Szostak bestens geleitete Sängerensemble der Stadt Katowice - Camerata Silesia und der Polnische Rundfunkchor Krakau steuerten für beide Szymanowski-Werke den vokalen Unter- und Hintergrund bei. Vom ergreifenden Lamento bis zur kraftvollen Klage im "Stabat Mater" reichte die Ausdrucksskala der schon aus der Oper bekannten Solisten. Ihren kultivierten Sopran setzte Tatiana Serjan ("Aida") ein, und aus "König Roger" gesellten sich die Altistin Liubov Sokolova und der virile Bariton von Scott Hendricks dazu. Tenor Will Hartmann (in der Oper der "Hirte") interpretierte in der Sinfonie Nr. 3 B-Dur "Das Lied von der Nacht".

In ein völlig anderes Konzert und dank seiner stupenden Interpretation geradezu in Begeisterung versetzte der schwedische Klarinettist Martin Fröst das Konzertpublikum im Mittelteil: Das Klarinettenkonzert A-Dur KV 622, Mozarts letztes Bläserkonzert, brachte er in der Originalfassung für Bassetklarinette. Makellose Übergänge, lupenreiner Ansatz selbst in den rasendsten Läufen und im zartesten Pianissimo, das alles scheint dem Schweden scheinbar mühelos zu gelingen. Bei Fröst hat man das Gefühl, der Mann spielt nicht bloß, er ist bis in die Zehenspitzen selbst Musik. Nach einer halben Stunde Mozart pur gab es spontanen Jubel. Als Zugabe spielte Fröst ein rhythmisches Klezmer-Stück.

Das zweite Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker dirigiert Kirill Petrenko am 2. August als Matinee (11 Uhr). Auf dem Programm stehen die "Sinfonia Concertante" von Karol Szymanowski, "Nocturnes" von Frederic Chopin (Piano Emanuel Ax) und "Le poeme de l'extase" von Alexander Skrjabin. Im dritten Symphoniker-Konzert am 10. August steht unter Leitung von Markus Stenz der gesamte 2. Akt von Wagners "Tristan und Isolde" auf dem Programm.


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