Salzburger "Jedermann" punktet wie immer

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Es ist und bleibt die zentrale Premiere der Salzburger Festspiele, und das seit nunmehr 89 Jahren. Hugo von Hofmannsthals "Jedermann", das Mysterienspiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes, boomt beim Publikum wie eh und je - am späten Sonntagnachmittag war die diesjährige Premiere und zugleich die 565. Aufführung dieses Stücks auf dem Salzburger Domplatz.
Rekord-Jedermann Peter Simonischek hat die Rolle verinnerlicht und spielt routiniert und zugleich authentisch. Nach den insgesamt zwölf Vorstellungen dieses Sommers wird er Nicholas Ofczarek Platz machen. Eine neue Inszenierung wird es frühestens 2012 geben, wenn Sven-Eric Bechtolf sein Amt als neuer Schauspielchef der Festspiele antritt.
Christian Stückls Inszenierung funktioniert nach wie vor. Er hat seine Arbeit aus dem Jahr 2002 in einigen Details runderneuert, eine Reihe neuer Gags eingebaut und zwei neue Schauspieler in tragenden Rollen integriert.
Peter Jordan als "Guter Gesell" und "Teufel" bewältigt beide Rollen auf seine eigene Weise gut. Auch wenn sein Teufel allzu sehr an den Gollum aus "Herr der Ringe" erinnert, Jordans sprachliche Finessen, die originelle Gestik und Mimik sowie seine schleimige Widerwärtigkeit haben das Premierenpublikum zu Sonderapplaus veranlasst.
Ben Becker als neuer Tod ließ verschlagene Hinterlist vermissen, dafür überzeugte er das Publikum mit uriger Kraft. Im Verbund mit Stückls Kürzungen der Schlussszenen gelang den Festspielen auch im achten Jahr dieses "Jedermanns" ein durchschlagender Erfolg.













