Salzburger Festspiele feierlich eröffnet
Die 88. Salzburger Festspiele sind von Bundespräsident Fischer feierlich eröffnet worden. Im Mittelpunkt der Reden stand das Motto des diesjährigen Festivals: "Stärker als die Liebe ist der Tod."

Foto © APAKulturministerin Claudia Schmied, Bundespräsident Heinz Fischer und Margit Fischer bei der Eröffnung
Die Festspiele seien eine faszinierende und umfassende Präsentation österreichischer und internationaler Kunst, die Anerkennung und Wertschätzung finde. Auf der Ebene der Europäischen Zusammenarbeit gelinge dies viel weniger, obwohl das Europäische Projekt zweifellos ein Erfolgsmodell sei, so Fischer.
Europäische Demokratien hätten sich freiwillig sowie friedlich zusammengeschlossen und sich gemeinsame Institutionen geschaffen, in denen sämtliche Mitgliedstaaten vertreten sind - auch Österreich. "Europa, das sind nicht die anderen, das sind wir, und das dürfen wir nicht vergessen", sagte Fischer in der Felsenreitschule.
Offizielle Rede.
Erstmals seit 2004 hat das Land Salzburg für die Eröffnung wieder eine offizielle Festspiel-Rede eingeplant. Elke Heidenreich, Autorin, Kritikerin und Talkmasterin aus Deutschland, hat sie gehalten und im Rahmen der Eröffnungszeremonie ein 20-minütiges Plädoyer für die Kunst selbst gehalten. Zugleich hat Heidenreich der Liebe als im Festspielmotto beschworenen Gegenspieler des Todes eine Absage erteilt.
"Der Tod mag stark sein, aber genauso stark wie er ist die alles umfassende Liebe. Ich bin da skeptisch", so Heidenreich. Und weiter: "... an den Türen des Todes muss alle irdische Liebe enden, wir schreiten durch ein Tor, durch das noch niemand zurückgekommen ist, da mag die Liebe noch so mit Tränen und Fäusten dagegenhämmern."
Startschuss.
Der künstlerische Startschuss fällt im Landestheater mit Andrea Breths Bühnenfassung des Romans "Verbrechen und Strafe" nach Dostojewski. Das traditionelle "Fest zur Festspieleröffnung" in der Salzburger Innenstadt bietet bis weit in die Nachtstunden hinein ein buntes Programm für Jung und Alt. Als Geschenk an alle Salzburger und die Gäste der Stadt sind alle Veranstaltungen bei kostenlosem Eintritt zu erleben.
Der traditionelle "Jedermann" - seit 1920 ein Fixpunkt im Festspielprogramm - feiert ebenfalls am Sonntag seine Premiere. Erstmals verkörpert die deutsche Schauspielerin Sophie von Kessel die Buhlschaft an der Seite von "Jedermann" Peter Simonischek. Kessel ist nach Veronika Ferres, Nina Hoss und Maria Bäumer die vierte Buhlschaft an der Seite von Simonischek.










