Stück über "Die letzten Tage der Ceausescus"
Ein ungewöhnliches Theaterprojekt dokumentiert "Die letzten Tage der Ceausescus". 20 Jahre nach der blutigen rumänischen Revolution werde der letzte und bekannteste Schauprozess der jüngeren europäischen Geschichte so minutiös wie möglich nachgespielt, teilten die Macher der deutsch-rumänisch-schweizerischen Koproduktion mit. Am 18. Dezember wird das Stück im Berliner Theater HAU 2 uraufgeführt.
Diktator Nicolae Ceausescu und seine Ehefrau Elena waren im Zuge der Revolution am 25. Dezember 1989 von einem Militärgericht in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen worden.
Erzählt werde die Geschichte vom Untergang des despotischsten Herrscherpaars Nachkriegseuropas und von gewöhnlichen Menschen, die im Chaos des Umsturzes zu Akteuren der Weltgeschichte wurden, heißt es in der Ankündigung der Theatermacher. Erst in jüngster Zeit hätten die beteiligten Soldaten und Zivilpersonen ihr Schweigen gebrochen und eine Rekonstruktion der Ereignisse möglich gemacht.
Die Theaterleute recherchierten in Rumänien und trafen Menschen, die direkt an der Revolution und dem Prozess gegen die Ceausescus beteiligt waren: den General, der das Paar verriet, den Offizier, der es gefangen nahm, den Soldaten, der die Ceausescus erschoss, aber auch Dissidenten und Politiker der Übergangsregierung. Das Theaterstück mit 16 Schauspielerin wird in rumänischer Sprache mit deutschen Untertiteln aufgeführt.










