Marsch zur Harmonie
Frühjahrskonzert der Militärmusik Kärnten.
Was lange währt, ist meistens gut. Stimmt sicher für die Militärmusik Kärnten, die seit 27 Jahren mit ihrem Frühjahrskonzert Maßstäbe für die Blasmusik im Lande setzt.
Konzerthaussaal. Unter bewährter Stabführung von Kapellmeister Sigismund Seidl und einer Performance, die ihrer würdig ist, brillierten die musizierenden Soldaten im großen Konzerthaussaal nicht nur mit dem traditionellen Repertoire einer Militärkapelle. Fanfare, Märsche, Operettenpotpourris vornweg, die das Orchester mit der spezifisch österreichischen Dialekttönung ausstattet. Seidl setzt in seinen Konzertprogrammen kontrapunktisch immer auch große symphonische Formen für Harmoniemusik dazu und demonstriert, wie diese musikalisch auszuloten sind.
"Carmina Burana". Im Zentrum diesmal eine Bearbeitung von Orffs "Carmina Burana"; 25 Minuten Musik in einem Stück, spannungsvoll gehalten und in einer breiten Palette von kontrastierenden Klangfarben entfaltet. Besonders anzuerkennen die solistischen Leistungen einzelner Orchestermitglieder.
Als ausgefallene Kombinationen gab es noch Blasmusik mit Soli für Akkordeon (Roman Pechmann) und Piano (Johann Hausl) mit hinreißendem Bigbandsound. Moderiert von Arnulf Prasch war der Abend nicht nur ein gesellschaftliches, sondern vor allem ein blasmusikalisches Ereignis mit viel Applaus.














