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    Zuletzt aktualisiert: 19.02.2008 um 18:23 Uhr

    "Suche nach den Besitzern" - Israel-Museum zeigt Nazi-Beutekunst

    Das israelische Nationalmuseum in Jerusalem zeigt in einer neuen Ausstellung Kunstwerke, die während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich von den Nationalsozialisten geraubt wurden.

    Gustave Courbet

    Foto © APGustave Courbet

    Die Ausstellung "Suche nach den Besitzern" umfasst 53 Bilder, deren ursprüngliche Besitzer teilweise unbekannt sind, wie eine Sprecherin des Museums am Dienstag bestätigte. Theoretisch sei es möglich, dass Besucher der Ausstellung, die in der Lage sind zu beweisen, eines der Stücke gehöre ihnen oder ihrer Familie, das Werk zurückerhalten können. Die Chancen seien allerdings mehr als 60 Jahre nach Kriegsende gering, sagte sie.

    Aus bekannten Museen. Sie stammen aus Sammlungen führender französischer Museen wie dem Louvre, dem Pompidou-Zentrum und dem Orsay-Museum. Jedes Werk hat eine eigene, mitunter dramatische Geschichte. Einige wurden unbekannten Besitzern, andere von jüdischen Familien gestohlen oder unter Zwang verkauft. Die Ausstellung wurde von französischer Seite vom Außen- und vom Kulturministerium organisiert.

    Herrenlos. Etwa 60.000 Kunstwerke, die während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich entweder von Nationalsozialisten geraubt oder gekauft wurden, wurden nach dem Krieg an Frankreich zurückgegeben. Darunter waren 2.000 Objekte, deren Besitzer nicht ausfindig gemacht werden konnten. Die jetzt in Jerusalem gezeigten Werke sind Teil dieser Sammlung, die sich auf einer Internetseite des französischen Kulturministeriums abfragen lässt. Die "Musées nationaux Récupération" (MNR) bemühen sich seit zehn Jahren um die Rückführung der gestohlenen Kunstwerke an die Besitzer.

    "Verwaiste Kunst". Eine zweite Ausstellung im Israel-Museum, "Verwaiste Kunst", zeigt mehr als 40 weitere Werke, Teile einer größeren Sammlung aus jüdischem Besitz, die in den 1950er Jahren nach Israel gebracht wurden. Darunter sind neben Büchern, Drucken und jüdischen Religionsgegenständen auch Bilder von Marc Chagall und Egon Schiele.


    Bilder

    Unter den Bildern der Ausstellung, die bis zum 3. Juni gezeigt werden soll, sind Werke bekannter Künstler, darunter Eugène Delacroix, Jean-Auguste-Dominique Ingres, Claude Monet und Georges Seurat.

    Foto

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