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Zuletzt aktualisiert: 12.02.2008 um 13:51 Uhr

Yoko Ono wird 75: "Ja, ich bin eine Hexe"

Die Witwe des legendären Sängers und Musikers John Lennon wandert selbst auf künstlerischen Pfaden.

Foto © AP

Bis heute werfen hartgesottene Beatles-Fans der Avantgardekünstlerin Yoko Ono vor, sie sei wegen ihrer Hochzeit mit John Lennon für das Auseinanderbrechen der besten Popgruppe aller Zeiten verantwortlich. Als "böse Hexe im Beatles-Märchen" wurde sie gescholten, als Frau, die es letztlich nur auf das Geld ihres legendären Gatten abgesehen hatte. Yoko Ono hat sich um solche Vorwürfe wenig gekümmert, im Gegenteil. Im vergangenen Jahr brachte sie ein Remix-Album ihrer alten Songs auf den Markt. Trotziger Titel: "Yes, I'm A Witch" (Ja, ich bin eine Hexe). "Für mich sind alle Frauen Hexen. Hexen sind magische Wesen, dafür sollten wir uns nicht schämen", sagt die Frau, die am Montag (18. Februar) 75 Jahre alt wird.

Lust an der Provokation. Klein, quirlig und immer noch berstend vor Energie hat die aus einer reichen japanischen Bankiersfamilie stammende Amerikanerin noch keinen Deut ihrer Provokationslust verloren. Sie arbeitet rastlos als Künstlerin, Autorin, Filmemacherin, Sängerin, Komponistin, Feministin und Pazifistin.

Attentat. Dabei ist und bleibt John Lennon der zentrale Bezugspunkt in ihrem Leben. Immer noch wohnt Ono in dem Haus am Central Park in New York, vor dem ihr Mann, damals 40, am 8. Dezember 1980 ermordet wurde. Sie war dabei, als der Attentäter Mark David Chapman, ein einstiger Fan, die Waffe auf ihn richtete und fünfmal traf. Ein Foto von Lennons zersplitterter, blutbespritzter Brille erschien 1981 auf ihrem Plattencover "Season of Glass".

Erinnerungen an Lennon. Das spukhafte Riesengebäude ("Dakota"), das durch Roman Polanskis Film "Rosemaries Baby" weltberühmt wurde, ist seither ihr Refugium. "Es ist der einzige Platz, der mir geblieben ist, der Platz, den John und ich teilten", sagte sie einmal. Die beiden ungleichen Partner hatten sich 1966 bei einer Ausstellungseröffnung in London kennengelernt und später eine auch künstlerisch produktive Beziehung begonnen.


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