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    Zuletzt aktualisiert: 07.02.2008 um 05:53 Uhr

    Eine rastlose Sammlerin

    Eindrücke vom internationalen Kunstgeschehen verarbeitet Martina Steckholzer in Klagenfurt. Jetzt sind zwei ihrer Bilder im MMKK zu sehen.

    Ein Unruhegeist ist Martina Steckholzer von Haus aus. Da trifft es sich gut, dass die Malerin wegen ihrer Arbeit ständig auf Achse ist. Die 33-Jährige macht in Metropolen wie London oder Wien Galerien und Museen mit ihrer kleinen Videokamera unsicher, um Material zu sammeln, das sie in ihrem Klagenfurter Atelier verarbeitet.

    Ruhepol. Seit einigen Jahren hat die gebürtige Südtirolerin in der Kärntner Landeshauptstadt einen Ruhepol und die "ideale Produktionsstätte" gefunden, "wo ich ohne Ablenkung konzentriert arbeite". In den frisch bezogenen Räumen in der Friedlstraße entstehen ihre meist grafisch reduzierten Bilder, die sie als Kommentar zur zeitgenössischen bildenden Kunst betrachtet. "Sie haben dokumentarischen Hintergrund. Ich bleibe an der Vorlage, so dass jemand erkennen könnte, um welches Original es geht", sagt die Künstlerin.

    Eine optische Klammer, die alle ihre Arbeiten verbindet und zu einer offenen Serie macht, ist das Format. Jedes Bild von Steckholzer ist 130 mal 170 Zentimeter groß. Daran hält sich die Malerin auch bei den zwei neuen Bildern, die ab heute in der MMKK-Schau "abstrakt/abstract" zu sehen sind und vom Museum angekauft wurden. Das eine zeigt auf weißer Leinwand vier blaue "Bälle", das andere ein räumlich wirkendes Karomuster in schwarz-weiß mit Gelb, Blau und Rot.

    "Durch Zufall". Steckholzer ist bei der Gruppenausstellung die jüngste Künstlerin. Ihre Bilder werden "durch Zufall", wie MMKK-Direktorin Andrea Madesta versichert, mit den Werken ihres ehemaligen Lehrers, dem Kärntner Heimo Zobernig, in einem Raum gezeigt. Mehr Arbeiten von Steckholzer werden im Mai im Bozener "Museion" und im Herbst in der Wiener Galerie Meyer Kainer zu sehen sein.

    BETTINA AUER

    Zur Person

    Martina Steckholzer wurde 1974 in Südtirol geboren. Nach Stippvisiten an Universitäten wie Bologna und Innsbruck zog es sie an die Akademie der Bildenden Künste Wien, wo sie 2003 das Studium abschloss. Heimo Zobernig war einer ihrer Lehrer. Die künstlerische Globetrotterin holt sich ihr Rohmaterial in Metropolen Europas.

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