Bescheidene Zulieferantin
Die Choreographin träumt von einem "uralten Schinken".
In "Ghetto" beeindruckte ihre verstörend präzise Choreographie, in "Jesus Christ Superstar" steht sie gewissermaßen am Beginn einer Massenbewegung: Die 53-jährige Ricarda Regina Ludigkeit, arbeitet seit 1993 mit Josef Ernst Köpplinger zusammen und sieht sich als Choreographin bescheiden als "Zulieferant für den Regisseur". Die gebürtige Berlinerin ist ausgebildete Tänzerin, wechselte verletzungsbedingt früh ins Unterrichtsfach, führt auch selbst Regie und ist gefragte Gastdozentin. Ein diesbezügliche Angebot des Theaters an der Wien war 1989 auch der Anlass für Ludigkeit nach Österreich zu kommen. Nach dem "Jesus" gönnt sie sich "erst mal eine Pause, um den kreativen Tank aufzufüllen", nächstes Jahr begleitet sie am Klagenfurter Stadttheater "Les Misérables" und die "Gräfin Mariza".
Uralter Schinken. Die Frau mit dem preußischen Namen beschreibt sich als "nicht militant, sehr geduldig und tolerant" und erwartet, dass ihr "Gegenüber sein Bestmögliches tut". Obwohl die klassischen Musicals wie "My Fair Lady" nicht zu ihren Favoriten gehören, möchte Ricarda Regina Ludigkeit "gerne einmal einen uralten Schinken wie "Singin' in the Rain" choreographieren." Josef Köpplinger kennt diesen Wunsch bereits.















