Magna Charta für 21 Millionen Dollar versteigert
Jimmy Carters Ex-Berater Rubenstein sicherte sich das handgeschriebene Dokument aus dem Jahr 1297.

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Ein über 700 Jahre altes, seltenes
Exemplar der Magna Charta ist am Dienstagabend (Ortszeit) in New York
für gut 21 Millionen Dollar (rund 14,6 Millionen Euro) versteigert
worden. Das handgeschriebene Dokument von 1297 ist nach Angaben des
Auktionshauses Sotheby's eines von nur etwa 20 erhaltenen Exemplaren
und wohl das einzige, das je verkauft werden konnte. Die anderen sind
in öffentlichem Besitz. Verkäufer war den Angaben zufolge die
amerikanische Perot-Stiftung. Sie will den Erlös für wohltätige
Zwecke stiften. Sotheby's hatte mit einem Preis von bis zu 30
Millionen Dollar gerechnet. Angesichts des Alters und
der Brüchigkeit des Papiers grenze es fast an ein Wunder, dass das
Dokument überlebt habe, erklärte das Auktionshaus.
Manuskript bleibt in den USA. Das handgeschriebene Dokument aus dem Jahr 1297 erwarb der
US-Anwalt David Rubenstein, früher Berater des ehemaligen Präsidenten
Jimmy Carter und später Gründer eines umstrittenen Privatfonds
namens Carlyle Group. Er habe das Manuskript gekauft, damit es in den
Vereinigten Staaten bleibe, sagte Rubenstein Journalisten nach der
Auktion. Denn die drei wichtigsten Dokumente der westlichen
Zivilisation seien in seinen Augen die Magna Charta, die
amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 und die Verfassung
der USA.
Erklärung der Handschrift. Die Magna Charta erklärt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich
sind - einschließlich des Königs. Der revoltierende Adel rang sie dem
englischen König Johann I. ("Ohneland") ab. Das Wachssiegel seines
Nachfolgers, König Edward I., ist auf dem von Rubenstein erworbenen
Dokument noch zu sehen.
Dokument an Museum übergeben. Rubenstein sagte, das von ihm versteigerte Exemplar der Magna
Charta werde nur kurz in seinem Besitz sein. Er werde es den National
Archives in Washington übergeben und es so der Allgemeinheit
zugänglich machen. Im Nationalarchiv war das Manuskript auch schon
vorher hinter Glas ausgestellt - als Dauerleihgabe des texanischen
Milliardärs und früheren US-Präsidentschaftskandidaten Ross Perot.
Der hatte die Kopie des Originals der "Großen Charta" 1984 der
Familie Brudenell aus dem englischen Northamptonshire abgekauft, in
deren Besitz sich das Dokument seit Ende des 14. Jahrhunderts befand.
Features
Fakten
Die Magna Charta ist eine erstmals 1215 abgeschlos-
















