Kinderbuch-Autor Paul Maar wird 70
Der Schöpfer des "Sams" und von "Herr Bello" feiert am Wochenende einen runden Geburtstag.

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"Am Sonntag Sonne. Am Montag Herr Mon mit
Mohnblumen. Am Dienstag Dienst. Am Mittwoch Mitte der Woche. Am
Donnerstag Donner und am Freitag frei - und natürlich musste am
Samstag das Sams kommen", sagt Paul Maar, der Schöpfer des
Fabelwesens mit dem blauen Taucheranzug. Am Donnerstag (13. Dezember)
feiert der deutsche Kinderbuchautor seinen 70. Geburtstag - mit wenig
Donner, nur im engsten Freundes- und Familienkreis.
Er hieß "der Dichter". "Das Sams" und zuletzt "Herr Bello" haben den Bayern zu einem der
bekanntesten Schriftsteller der deutschen Kinder- und Jugendliteratur
gemacht. Ursprünglich wollte Maar Künstler werden und studierte an
der Kunstakademie in Stuttgart. Doch auch dort wollte er auf das
Schreiben nicht verzichten. Schon bald brachte ihm dies den
Spitznamen "der Dichter" ein, erinnert sich Maar.
Der Weg zum Schreiben. Das Erzählen habe er sich von seinem Stiefgroßvater abgeschaut,
sagt Maar. Der habe in Obertheres eine Gastwirtschaft besessen. "Er
bekam abends seine Wirtschaft schon deshalb voll, weil alle darauf
gewartet haben, was er für Geschichten erzählt." Schon bald stellten
Maars drei Kinder fest, dass ihr Vater ein begnadeter
Geschichtenerzähler ist. Schließlich schrieb Maar sein erstes
Kinderbuch, "Der tätowierte Hund".
Der Durchbruch. Mit völlig falschen Vorstellungen sei er Ende der sechziger Jahre
nach Hamburg zum Oetinger Verlag gefahren, um dort das Manuskript
seines Erstlingswerkes vorzustellen. Eigentlich sollte dieses Buch
nur ein Ausflug in die Kinderliteratur sein, doch Verleger Friedrich
Oetinger habe ihm deutlich gemacht, dass er nur das Manuskript
annehme, wenn er auch ein zweites Buch schreiben werde. Maar ließ
sich darauf ein und verfasste bereits 1973 sein drittes Buch "Das
Sams", das ihm zum Durchbruch verhelfen sollte.
Bücher verfilmt. Erst 2001 wurde "Das Sams" mit Ulrich Noethen und Christine
Urspruch in den Hauptrollen verfilmt. "Ich hatte Angst, dass die
Fantasie der Kinder geschmälert wird, wenn sie ein konkretes Sams vor
Augen haben", begründete Maar seine zögerliche Haltung. Erst Ulrich
Limmer habe ihm das "richtige" Konzept fürs Kino vorgelegt.
Auch am Theater gezeigt. Im Mai 2007 kam "Herr Bello" mit Armin Rohde in der Hauptrolle ins
Kino. In dieser Geschichte verwandelt sich der Hund von Max in einen
"Mönsch". Die Geschichte von "Herr Bello" wurde vor wenigen Wochen
auch als Theaterstück in Fürth uraufgeführt. "Momentan arbeite ich an
Herr Bello, Teil drei". Über den Inhalt verrate er allerdings noch
nichts, sagte Maar.
Weitere Bücher geplant. Alle Fans von Paul Maar dürfen sich freuen: Trotz seines 70.
Geburtstages denkt der Wahl-Bamberger nicht daran, sich zur Ruhe zu
setzen. "Mein Ideal ist Astrid Lindgren, die mit weit über 70 Jahren
noch 'Ronja Räubertochter' geschrieben hat, eines ihrer schönsten
Bücher."















