Wenn Gedichte zu besinnlichen Gesängen werden
Festkonzert im Namen von France Preseren & Co.
"Bald, schönre Hälfte du von meinen Tagen, bald, Jugendzeit, bist du dahingeschwunden!" So melancholisch besinnlich beginnt das Gedicht "Abschied von der Jugend" von France Preseren. Genauso melancholisch und dunkel gefärbt wie die von Aldo Kumar komponierten Lieder, die jetzt anlässlich des Geburtstags des großen slowenischen Dichters im Mozartsaal des Konzerthauses uraufgeführt wurden. Nur sind seine Vertonungen der Gedichte von Dragotin Kette, Gregor Strnisa oder Srecko Kosovel nicht sonderlich innovativ, sehr einfach strukturiert und klingen beinahe trivial.
Vertonungen der Lyrik.
Ganz anders dann Milko Lazars Vertonungen der Lyrik von France Preseren von: Sehr rhythmusorientiert, mit vielen Jazzanklängen, teils im Parlandostil, teils jedoch auch sehr monoton und teils ohne die schwermütige Grundstimmung einiger Gedichte wiedergebend.
Exzellenten Sänger.
Trotzdem gelang es den beiden exzellenten Sängern die Lieder mit vielen Schattierungen im Ausdruck mit feinem Piano aber auch kraftvollem Forte wiederzugeben: Mirjam Kalin von der Laibacher Oper mit ihrem fülligen, dunklen Alt sowie Gabriel Lipus, dem Gesangspädagogen des Konse, mit seinem schlanken, eleganten Bariton. Bojan Gorisek erwies sich dabei als souveräner Begleiter am Klavier, der auch solistisch bei Arvo Pärts "Für Aline" zu Beginn faszinierte.
Applaus.
Starker Applaus jener wenigen, die den Weg zu diesem Festkonzert gefunden hatten.















