Reggae ist keine Frage der Hautfarbe
Gentleman begeisterte in der Grazer List-Halle.

Foto © Nina Müller / Lukas
Es ist keine Frage von Klasse, Hautfarbe oder Rasse - wichtig ist es, andere Orte zu sehen", heißt es in "Different Places", dem heurigen Sommerhit des deutschen Reggae-Stars Gentleman. Bei seinem jüngsten Graz-Gastspiel bewies der Wahl-Jamaikaner mit perfektem Patois und tiefschwarzer Musik, dass Hautfarbe nur eine oberflächliche Sache ist. Für 26 Euro bekamen die rund 1700 Besucher in der Helmut-List-Halle einen gute zwei Stunden dauernden Karibik-Ausflug geboten, Animationsprogramm mit Arme-Schwenken, Feuerzeug-Lichterln und ausgiebiges Mitsingen inklusive.
Abwechslungsreich.
Für musikalische Abwechslung zwischen klassischem Roots-Reggae und beatlastigem Dancehall sorgten dabei die neunköpfige Far East Band aus Leipzig und drei Background-Sängerinnen (eine davon Gentlemans Frau Tamika), die jeweils auch Solo-Gesangseinlagen beisteuerten.
Superstar in der Fremde.
Gentleman, der sich auf einer Karibik-Reise im Teenager-Alter hoffnungslos mit dem Reggae-Virus infiziert hat, ist auf Jamaika ein Superstar, trat in Kingston schon vor 30.000 begeisterten Fans auf und arbeitet mit Legenden wie Sizzla oder Bounty Killer zusammen - eine Akzeptanz, die für einen Ausländer keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade jetzt, im immer kälter werdenden Grazer Wahlkampf, können wir ein Liedchen davon singen.
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