Astrid Lindgren hätte 100. Geburtstag
Die meistgelesene Kinderbuchautorin aller Zeiten würde am 14. November ihren 100. Geburtstag feiern.

Foto © AP Astrid Lindgren
Die "Kinder von Bullerbü" leben in einem winzigen schwedischen Dorf von tiefster Idylle, in roten Höfen, in denen mit Spaß und Fleiß den Aufgaben des täglichen Lebens nachgegangen wird. Der kleine Ort Näs nahe Vimmerby im schwedischen Smaland ist vielleicht derjenige Platz auf der Welt, der Bullerbü am nächsten kommt - die Schöpferin dieser und unzähliger weiterer, nicht weniger berühmter Geschichten wurde dort vor 100 Jahren geboren. Doch das Leben führte Astrid Lindgren auch jenseits von ländlicher Idylle, zu harten Trennungsphasen von ihrem Sohn, zu politischem Engagement und natürlich zu Weltruhm als "Mutter der Märchen".
"Einfach Kind sein"
Bauerntochter. Astrid Ericsson hieß die Bauerntochter, die am 14.11.1907 zur Welt kam, die die weiten, geheimnisvollen Wälder, die unzählen Seen, Inseln und klaren Bäche ihrer Heimat als Inspirationsquelle verwendete und ihren Vater als "besten Geschichtenerzähler von allen" bezeichnete. Kaum eine von Lindgrens Geschichten ist vorstellbar ohne diese Erinnerungen an ihre unbeschwerte Kindheit. Ein abruptes Ende fand das beschauliche Leben durch ihre plötzliche Schwangerschaft im Alter von 18 Jahren. Weil eine ledige Mutter in einem kleinen Ort wie Vimmerby ein Skandal gewesen wäre, zog sie in die Anonymität der Großstadt Stockholm und musste ihren Sohn Lars aus finanziellen Gründen zunächst in fremde Hände geben - erst nach ihrer Hochzeit mit Sture Lindgren 1931 konnte sie ihn endgültig zu sich holen.
Politisches Engagement.
Während der 1930er, in denen auch ihre Tochter Karin geboren
wurde, begann Lindgrens politisches Engagement, schon damals setzte
sie sich vor allem für Kinder ein, interessierte sich aber auch für
internationale Politik. Die Erfolgsgeschichte als Autorin begann mit
Pippi - oder eigentlich nicht. Das wilde Mädchen mit den roten Zöpfen
hatte sie für ihre kleine Tochter erfunden, 1944 schrieb sie die
Geschichten als Geburtstagsgeschenk nieder und schickte sie an einen
Verlag, "... in der Hoffnung, dass sie mir nicht die Jugendfürsorge
alarmieren", wie sie später erzählte. Die "Ur-Pippi", die in diesem
Jahr erstmals veröffentlicht wurde, wurde abgelehnt. Erst nach der
Veröffentlichung von "Britt-Marie erleichtert ihr Herz" und einer
Überarbeitung gewann Pippi im Jahre 1945 den ersten Preis im
Wettbewerb für Kinderbücher - mit Übersetzungen in 58 Sprachen begann
der Siegeszug der selbstbewussten kleinen Schwedin um die ganze Welt.
Features
Fotoserie
Astrid Lindgren
Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 auf Näs bei Vimmerby als Astrid Anna Emilia Ericsson geboren und starb am 28. Januar 2002 in Stockholm. Sie gehört zu den bekanntesten Kinderbuch-
autoren der Welt und ist die geistige Mutter von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Madita, Mio und vielen anderen Figuren.
Foto

Pippi Langstrumpf Foto © ORF



















