Ein Innovator des heimischen Kunstbetriebs
Siegfried Tragatschnig, 35 Jahre lang Vizepräsident des Kunstvereins Kärnten, feiert am Samstag seinen 80er.
Im Kunstverein Kärnten ist er immer noch eine große Nummer, auch wenn er sich zu dessen Angelegenheiten nur mehr sporadisch zu Wort meldet. So erst kürzlich in einem Leserbrief der Kleinen Zeitung, in dem er einigen seiner Kollegen die Leviten las: Unter dem "neuen Dach des Klagenfurter Künstlerhauses sollte die seit 100 Jahren geübte Kultur der Freiwilligkeit Mahnung und Ziel sein", forderte der streitbare Lavanttaler ein Ende der Auseinandersetzungen und dürfte damit auch tatsächlich zur Beruhigung beigetragen haben. Sein Wort hat eben Gewicht.
Fantasiebegabt. Siegfried Tragatschnig, der Samstag vor 80 Jahren in Theißenegg bei Twimberg zur Welt kam, war aber nicht nur 35 Jahre lang Vizepräsident des Kunstvereins und als solcher Ideengeber für manche Innovation (INTART, Kärntner Kulturförderungsgesetz etc.), sondern in erster Linie ein fantasiebegabter Künstler, dessen Werk im öffentlichen wie privaten Rahmen überaus geschätzt wird.
Ausstellung. Nach langen Jahren der Enthaltsamkeit ("eine Art Rückzugsgefecht") will sich Tragatschnig im Frühjahr wieder der Kritik stellen: mit einer Ausstellung im Künstlerhaus, die seine ungebrochene Agilität ebenso unter Beweis stellen dürfte wie die Fruchtbarkeit seines rund 60-jährigen Schaffens.















