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    Zuletzt aktualisiert: 29.09.2007 um 20:26 Uhr

    Von Seidelbast und grauen Herren

    Die Klagenfurter Stadtgalerie wandelt mit den beiden aufstrebenden Zeitgenossen Eckart Hahn und Katrin Bremermann weiterhin erfolgreich auf gegenständlichen Pfaden.

    Wir haben zwei Künstler eingeladen, die den programmatischen Faden der Stadtgalerie weiterspinnen", lenkt Kunsthistorikerin Beatrix Obernosterer den Blick auf die "realistische Malweise" der neuen Aushängeschilder ihrer Galerie. Eckart Hahn (36) und Katrin Bremermann (42) machen zugleich klar, dass nach teuren Mega-Projekten mit Klassikern der Moderne endgültig der Sparstift das ehemalige Klagenfurter Siechenhaus regiert. Nicht unbedingt zum Nachteil des Publikums, wie gerade die jüngste Ausstellung mit dem Titel "Einsichten" zeigt.

    Fakten

    "Einsichten". Stadtgalerie Klagenfurt; bis 18.11.; tägl. (außer Mo) 10-18 Uhr, Info: 0463/537-5532; www.stadtgalerie.net

    Nach jüngeren Protagonisten der Pop-Art bespielen erneut Vertreter der gegenständlichen Malerei die weitläufigen Hallen der Stadtgalerie. Von einem vordergründig abbildenden Realismus sind die beiden Deutschen, die in New York und Paris respektable Karrieren gemacht haben, jedoch weit entfernt. Während Bremermann mit der Verwandlung von fotorealistischen Alltagsszenen in raffinierte Abstraktionen beeindruckt, ist es bei Hahn die Übersteigerung eines gnadenlosen Realismus durch surreale, albtraumhafte Elemente. So sperrt der gebürtige Freiburger ganze Acryl-Landschaften in ein Zimmer, bringt ein Boot mit der Aufschrift "Heil" zum Schweben oder lässt unserem Planeten buchstäblich die Luft ausgehen. Entsprechend trostlos sind auch seine dummieartigen Figuren: graue Männer, wie man sie aus Michael Endes "Zeitsparkasse" ("Momo") kennt.

    BH weg. Sind es bei Hahn bedrohliche Parallelwelten, über denen die Apokalypse dräut, so geht es Bremermann (übrigens eine gebürtige Bremerin) um eine ganz persönliche Schule des Sehens, um die Verarbeitung von Sinneseindrücken, etwa beim Blick aus einem fahrenden Zug oder auf eine alte Fotografie. Die ruckartige Bewegung eines Baseballspielers bremst die Künstlerin durch die Statik rechteckiger Felder, deren Farben auch symbolisch aufgeladen sein können: Beim Rückenakt einer Frau, die gerade ihren BH abnimmt, signalisieren schwarze und gelbe Rechtecke einen Moment der Gefahr.

    Unklare Zustände und Gefühle zu beschreiben und beim Betrachter hervorzurufen, ist überhaupt eine der Stärken der beiden eher unterschiedlichen Künstlernaturen, von denen sich Hahn auch besonderer Materialien bedient: Für seine großformatigen Tuschezeichnungen verwendete er Papyrus und Seidelbast als Bildgründe, eine Extravaganz, die in der Stadtgalerie für zusätzliche Augenfreuden sorgt.

    ERWIN HIRTENFELDER

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