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Zuletzt aktualisiert: 25.09.2007 um 11:32 Uhr

Vier Monate Haft für "Stirb Langsam"-Regisseur

John McTiernan ist in einen Abhörskandal verwickelt und hat obendrein noch FBI-Beamte belogen. Jetzt muss er dafür vier Monate ins Gefängnis.

John McTiernan

Foto © ReutersJohn McTiernan

John McTiernan (56), Regisseur von Hollywood-Kassenschlagern wie "Stirb Langsam", "Jagd auf Roter Oktober" und "Last Action Hero", muss für vier Monate ins Gefängnis. Das Strafmaß für den in einen Abhörskandal verwickelten Filmemacher wurde am Montag von einer Richterin in Los Angeles festgesetzt, berichtete die "Los Angeles Times". Zudem muss der Regisseur eine Strafe von 100.000 Dollar zahlen. Sein Anwalt will Berufung einlegen.

"Angeheuert und bezahlt". McTiernan war angeklagt, FBI-Beamte belogen zu haben. Die Polizisten hatten den Filmemacher zu dem als "Privatdetektiv der Stars" bekanntgewordenen Anthony Pellicano befragt. Laut Klageschrift hatte der Regisseur den Privatdetektiv "angeheuert und bezahlt", durch illegales Abhören Informationen über den Produzenten Charles Roven zu beschaffen.

Alte Kollegen. McTiernan und Roven hatten zusammen an dem Film "Rollerball" gearbeitet. Pellicano wiederum muss sich wegen Gaunereien, des Abhörens von Telefongesprächen und der illegalen Beschaffung vertraulicher Informationen vor Gericht verantworten.

Schuld eingeräumt. McTiernan, der im Vorjahr seine Schuld einräumte, die FBI-Beamten belogen zu haben, kämpfte bis zuletzt um eine Rücknahme des Geständnisses. Der Regisseur habe damals Medikamente und Alkohol eingenommen und sei nach einem langen Flug übermüdet gewesen, argumentierte sein Anwalt vor Gericht. Zudem leide er an Depressionen und verdiene keine Haftstrafe. "Er wird bestimmt nicht der einzige deprimierte Häftling sein", konterte Richterin Dale Fischer scharf.


Fakten

Der Prozess gegen Pelli-
cano
soll im nächsten Jahr beginnen. Zu seinen Kunden gehörten Hollywoodstars wie Tom Cruise, John Tra-
volta und Steven Seagal
. Auch Michael Jackson hatte seine Dienste in Anspruch genommen. Der Privatdetektiv zapft im Auftrag reicher Klienten Telefone an und besorgt sich mit dubiosen Mitteln Informationen über "Zielpersonen".

Foto

Foto © AP

Anthony PellicanoFoto © AP

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