Reaktionen zum Tod von Joe Zawinul
Betroffene Reaktionen von Vertretern aller Bereiche des öffentlichen Lebens auf den Tod der Musiker-Legende.

Foto © APJoe Zawinul
Heinz Fischer
"Für jeden, der sich Jazz beschäftigt hat, war Joe
Zawinul seit Jahrzehnten ein Begriff", nahm Bundespräsident Heinz
Fischer in einer ersten Reaktion zum Tod des Musikers Stellung.
Österreich habe "einen weltweit geschätzten und bekannten
Musikbotschafter unseres Landes verloren, der großen Einfluss auf die
Entwicklung des internationalen Jazz genommen hat und dem wir viele
unvergessliche Musikdarbietungen verdanken."
Alfred Gusenbauer
Joe Zawinul habe "für Österreich das Tor zu einer Musikwelt
geöffnet, die für die meisten seiner Generation noch mit vielen
gesellschafts- und kulturpolitischen Vorurteilen belegt war", meinte
der Bundeskanzler, "Sein einzigartiges Rhythmusgefühl und seine Kunst
der musikalischen Improvisation haben ihn außerhalb der Norm und weit
über den Durchschnitt gestellt. International anerkannt, wirkte er
mit seinem musikalischen Schaffen nach Österreich zurück. Wo immer er
auftrat, beeindruckte er durch sein Spiel. Alleine das hat ihm eine
große Fangemeinde gesichert. Aber es war auch und vor allem seine
unprätentiöse Art, mit seinen Zuhörern umzugehen, die ihn als
Künstler und Menschen so sehr auszeichneten. Er war unbeeindruckt vom
Establishment und ließ sich von Äußerlichkeiten nicht blenden."
Claudia Schmied
"Nicht nur Österreich sondern die ganze Welt hat mit dem Tod von
Joe Zawinul einen der führenden Jazzmusiker verloren. Er vermochte
es, die kulturellen Unterschiede zu überbrücken und zeigte mit seinem
Wirken, dass Musik jeglicher Stilrichtung ein universell menschliches
Erbe ist", so Schmied, "Seine Spuren in Österreich waren und sind
nachhaltig bei der Etablierung einer modernen Musikszene. Diese wird
auch nach seinem Tod in seinem Sinne nachwirken."
Eva Glawischnig
"Joe Zawinul war einer der größten Musikbotschafter Österreichs",
zeigte sich auch Eva Glawischnig, dritte Nationalratspräsidentin und
stv. Bundessprecherin der Grünen, betroffen. "Er hat der Welt ein
anderes Musikantlitz unseres Landes gezeigt, fernab der gängigen
Klischees. Zawinul hat mit den Legenden seines Genres gespielt und
wurde am Ende selbst zu einer. Sein Einfluss auf den Jazz kann nicht
hoch genug eingeschätzt werden."














