Mahlerische Reisen und Klanggewitter
Uraufführung der preisgekrönten Werke des 13. Gustav-Mahler-Kompositionspreises.

Foto © kkGustav Mahler
Die preisgekrönten Werke des dreizehnten Gustav-Mahler-Kompositionswettbewerbes der Stadt Klagenfurt haben zweifellos musikalisches Gewicht und schlugen bei der Uraufführung im verträumten Arkadenhof des Stiftes Viktring wie ein Klanggewitter ein.
Nicht einfach. Dabei war die Aufgabe, ein Werk für Akkordeon und Bigband zum Thema "Reisen" zu komponieren, nicht gerade einfach zu lösen. Aus den populären Nischen zwischen Ziehharmonika und Schifferklavier geholt, konnte das Akkordeon in der Komposition des dritten Preisträgers Michael Publig (Österreich) nur teilweise eine schlüssige Verbindung zur Bigband finden. Auf diesem Reiseweg fand sich viel Lautmalerei und musikalisches Konglomerat.
Zarte Tonfolgen. In der mit dem zweiten Preis ausgezeichneten Komposition "Nightmares of an accordion adrift" von Hernán Dario Palmieri (Argentinien) gelang der Dialog zwischen Soloinstrument und Bigband allerdings in klaglosem Einverständnis. Zarte Tonfolgen und brillante Passagen des Akkordeons reizten zu Klangsteigerungen im musikalischen Gesamtkörper an und provozierten überdies auch Kurzsoli im Blech.
"Abstracts and Funnies". Die rhythmische Durchdringung charakterisierte auch das mit dem ersten Preis ausgezeichnete Werk "Abstracts and Funnies" von Christoph Gruber (Österreich). Einleitend in polternder Populärmusik, in der Entwicklung zu immer dichteren Klangballungen und schließlich zu musikalischer Raserei geführt. Der Ausgang geschah in effektvoll gestalteter Atemlosigkeit. Auffallend ist bei allen Preisträgern das so liebe kompositorische Ausbildungsfundament.
Preise. Margit Kern als Solistin erhob das Akkordeon zur Konzertreife. Christoph Cech und seine Nouvelle Cuisine waren nicht ein begleitender, sondern ein führender Klangkörper. Die mit 3600 Euro, 2900 Euro und 2200 Euro dotierten Preise übergab Stadtrat Albert Gunzer.















