Regisseur Georg Staudacher tödlich verunglückt
1965 geborener Wiener machte zunächst als Schauspieler Karriere und wechselte ins Regiefach - 2001 für "Cafe Tamagotchi" mit einem "Nestroy" ausgezeichnet.

Foto © APAGeorg Staudacher wurde 2001 mit dem "Nestroy-Theaterpreis" ausgezeichnet
Der Wiener Schauspieler und Regisseur Georg Staudacher ist gestern, Samstag, tödlich verunglückt. Staudacher (42) war lange Zeit Wegbegleiter vom Rabenhof Theater. Durch Produktionen wie "Cafe Tamagotchi", für die er 2001 mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet wurde, und zuletzt der Kinderoper "Die Nase" von Franzobel wurde das Rabenhof Theater zur künstlerischen Heimat Staudachers.
Fakten
Am Rabenhof führte er bei der Uraufführung von Wolfgang Bauers "Cafe Tamagotchi" Regie und erhielt dafür 2001 den Nestroy-Theaterpreis für den besten männlichen Nachwuchs.
Großes Talent. "Der 37-jährige Theaterregisseur Georg Staudacher
sieht weder wie 37 noch wie ein Theaterregisseur aus", begann vor
fünfeinhalb Jahren Wolfgang Kralicek in der Wiener Stadtzeitung
"Falter" ein Porträt über den Regisseur, der damals gerade seine
erste "große" Premiere am Wiener Volkstheater vorbereitete, "Sein
bubenhaftes Gesicht macht ihn mindestens zehn Jahre jünger; er hat
die dicken Ärmel eines Sportlers, und sein Outfit (T-Shirt & Tattoo)
passt besser zum Frontman einer - eher lauten - Rockband als zu einem
sensiblen Bühnenkünstler." Ausgerechnet seine Inszenierung von Gert
Jonkes Aristophanes-Bearbeitung "Die Vögel" geriet Staudacher jedoch
zur Bruchlandung, der seinen steilen Höhenflug zumindest in Wien
vorübergehend bremste.
Großes Theatertalent.
Dennoch galt der 1965 geborene Wiener als
eines der größten Theatertalente des Landes. Gestern, Samstag, ist er
gestorben. Am Rabenhof
inszenierte er auch Franzobels "Austrian Psycho" und dessen
Kinderoper "Die Nase". Im Kurtheater Bad Hall brachte er die Musicals
"Jesus Christ Superstar" und "Cabaret" auf die Bühne.
Features
Links
Foto

Michel Houellebecq und Georg Staudacher bei der Lesung von "Plattform"Foto © APA
Fakten
Seine Regiekarriere führte Staudacher, der sich auch als Bühnenautor betätigte, an das Zürcher Theater am Neumarkt ebenso wie an das Staatstheater Stuttgart oder an das Wiener Theater Drachengasse.















