Moore: Neues Werk schon in den Tauschbörsen
Noch vor der Premiere, die in Washington am 20. Juni stattfand, war die neue Dokumentation des unangepassten Amerikaners im Internet zu finden. Moore war das recht - seiner Filmfirma weniger. Ihm droht indes ein Prozess.

Foto © ReutersAutogrammjäger bei der Weltpremiere
Sicko, das neuste Werk von Filmemacher Michael Moore, ist noch vor der Premiere über das P2P-Netzwerk-BitTorrent zu haben. Und auch auf YouTube war das Video schon zu sehen. Ein User hatte den über zwei Stunden langen Film in 14 kleine Häppchen unterteilt und auf YouTube hochgeladen. Laut einer Sprecherin des Videoportals habe man diesen aber wieder gelöscht, nachdem Lionsgate, Vertriebsfirma des Films, sich beschwert hatte.
Urheberrechte egal. Moore selbst wird es wohl nicht stören, dass sein Werk kostenlos im Internet zum Download steht. Vor drei Jahren, als mit seinem Film Fahrenheit 9/11 das gleiche passierte, war ihm das sogar durchaus recht: "Ich bin froh, wenn viele Leute meinen Film sehen, und außerdem bin ich kein großer Freund des Urheberrechts-Gesetzes in den USA", so Moore damals.
Gefängnisstrafe für Moore? Der Filmemacher hat zurzeit auch ganz andere Sorgen. Laut Internetportal Gmx.de droht ihm eine Gefängnisstrafe, weil er Sicko teilweise auf Kuba drehte - ohne die Genehmigung der US-Behörden. Dem Gesetzt nach ist es US-Bürgern verboten nach Kuba zu reisen oder mit Kuba Handel zu treiben. Weil Moore Angst hatte, sein Film könnte deswegen beschlagnahmt werden, versteckte er eine Kopie in Kanada.
Kuba ist besser. In Sicko rechnet Micheal Moore auf seine bekannt gnadenlose Art mit dem amerikanischen Gesundheitssystem ab. Er sei für die Dreharbeiten nach Kuba gefahren, um zu zeigen, dass das dortige System sehr viel besser sei als das der USA.
Features
Foto

Foto © michaelmoore.com
















