Antikes Rom in digitaler Simulation erleben
Das Kolosseum und das Forum Romanum taufrisch ohne die Zeichen der Zeit erleben, jetzt ist es möglich: 7.000 Gebäude wurden virtuell nachgebaut.

Foto © APADer Petersplatz, wohl der berühmteste öffentliche Platz des christlichen Roms
Experten aus aller Welt haben am Montag
die nach ihren Angaben bisher größte und umfassendste
Computersimulation des antiken Rom vorgestellt. In der virtuellen
Stadt können Besucher durch die Gänge des Kolosseums wandern oder die
Inschriften auf Triumphbögen lesen. Nachgebildet wurde die
historische Stadt im Jahr 320 nach Christus, wie Projektleiter
Bernard Frischer von der University of Virginia erklärte.
"Rome Reborn".
Mit Hilfe von Laser-Scans, der Unterstützung von Archäologen und
einem Architekturprogramm wurde fast die gesamte Stadt mit rund 7.000
Gebäuden digital nachgebaut. Die zwei Millionen Dollar (1,5 Millionen
Euro) teure Simulation mit dem Titel "Rome Reborn" (Wiedergeborenes
Rom) sei über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden, erklärte
Frischer. Beteiligt waren unter anderen Archäologen, Architekten und
Computerspezialisten der University of Virginia und
Forschungsinstitute in Italien, Deutschland und Großbritannien.
Geschichte.
Das Projekt sei der erste Schritt zur Schaffung einer "virtuellen
Zeitmaschine, die unsere Kinder und Enkel nutzen werden, um die
Geschichte Roms und vieler anderer großartiger Städte in aller Welt
zu studieren", sagte Frischer. Teile der Simulation sind im Internet
zu sehen.
Fakten
Im April 2008 wollen mehrere Unternehmen in der Nähe des Kolosseums ein Kino einrichten, in dem interaktive 3D-Animationen auf der Grundlage der Simulation gezeigt werden sollen.















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