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Zuletzt aktualisiert: 29.04.2007 um 19:48 Uhr

Wenn es nur das Jetzt gibt

"Zurück zu einem unbekannten Anfang": Ein Dokumentarfilm begleitet (auch Kärntner) Alzheimerkranke und ihre pflegenden Angehörigen.

Maria Hoppe mit einer Patientin

Foto © Archiv/Helmut WimmerMaria Hoppe mit einer Patientin

Wie ist das bloß, wenn einem das eigene Leben stückweise entgleitet? Wenn man nicht mehr weiß, was einen glücklich gemacht hat? Dass eine Herdplatte heiß sein kann? Wenn die Realität in andere, unbekannte Bewusstseinsebenen wegtaucht und Alltägliches nicht mehr harmlos ist, sondern bedrohlich? Und wie kommt der Partner und/oder die Familie damit zurecht, dass es im Zusammenleben mit einem Alzheimerkranken nach und nach keine gemeinsame Erinnerung gibt, sondern nur ein Jetzt?

Dokumentarfilm. Sensibel und informativ, erschütternd und trotzdem hoffnungsvoll, zwischendurch sogar zum Schmunzeln ist der Dokumentarfilm über Alzheimerkranke und ihr Umfeld, der diese Woche im Klagenfurter Volkskino anläuft. Die in Krumpendorf lebende Ergotherapeutin und Vali dationsexpertin Maria Hoppe und der oberösterreichische Regisseur und Kamermann Helmut Wimmer (u. a. "Zeit zu gehen" mit der Kärntner Regisseurin Anita Natmeßnig) haben über zwei Jahre hinweg an der 100-Minuten-Doku "Zurück zu einem unbekannten Anfang" gearbeitet.

Fünf Lebensporträts. In zwei der fünf Lebensporträts gehen sie auf Kärntner Familien zu: In einem Fall betreut der über 90-jährige Ehemann seine Frau, im zweiten leben drei Generationen einer Bauernfamilie unter einem Dach, der Altbauer ist erkrankt. "Es geht um Wertschätzung, darum jemanden anzunehmen wie er ist und nichts in einen Menschen hineinzudeuteln", erklärt Maria Hoppe, wie wichtig Validation im Umgang mit Alzheimer-Kranken ist.

Ohne Bloßstellung. Zeigen, ohne bloßzustellen ist die große Qualität des Films, der ­ so Hoppe ­ auch gemacht wur de, "um zu zeigen, was Angehörige leisten".

USCHI LOIGGE

Im Volkskino

Zurück zu einem unbekannten Anfang. Ab 3. Mai im Volkskino Klagenfurt. Zeigen, nicht memacher Hel (oben) und Maria Hoppe (großes Bild mit Patientin

Foto

Foto © Archiv/Wimmer

Zeigen, nicht bloßstellen: Filmemacher Helmut Wimmer Foto © Archiv/Wimmer

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