Wenn es nur das Jetzt gibt
"Zurück zu einem unbekannten Anfang": Ein Dokumentarfilm begleitet (auch Kärntner) Alzheimerkranke und ihre pflegenden Angehörigen.

Foto © Archiv/Helmut WimmerMaria Hoppe mit einer Patientin
Wie ist das bloß, wenn einem
das eigene Leben stückweise entgleitet? Wenn
man nicht mehr weiß, was einen
glücklich gemacht hat? Dass eine
Herdplatte heiß sein kann? Wenn
die Realität in andere, unbekannte Bewusstseinsebenen wegtaucht und Alltägliches nicht
mehr harmlos ist, sondern bedrohlich? Und wie kommt der
Partner und/oder die Familie damit zurecht, dass es im Zusammenleben mit einem Alzheimerkranken nach und nach keine gemeinsame Erinnerung gibt, sondern nur ein Jetzt?
Dokumentarfilm.
Sensibel und informativ, erschütternd und trotzdem hoffnungsvoll, zwischendurch sogar
zum Schmunzeln ist der Dokumentarfilm über Alzheimerkranke und ihr Umfeld, der diese Woche im Klagenfurter Volkskino
anläuft. Die in Krumpendorf lebende Ergotherapeutin und Vali
dationsexpertin Maria Hoppe
und der oberösterreichische Regisseur und Kamermann Helmut
Wimmer (u. a. "Zeit zu gehen"
mit der Kärntner Regisseurin
Anita Natmeßnig) haben über
zwei Jahre hinweg an der 100-Minuten-Doku "Zurück zu einem
unbekannten Anfang" gearbeitet.
Fünf Lebensporträts.
In zwei der fünf Lebensporträts
gehen sie auf Kärntner Familien
zu: In einem Fall betreut der über
90-jährige Ehemann seine Frau,
im zweiten leben drei Generationen einer Bauernfamilie unter einem Dach, der Altbauer ist erkrankt. "Es geht um Wertschätzung, darum jemanden anzunehmen wie er ist und nichts in einen
Menschen hineinzudeuteln", erklärt Maria Hoppe, wie wichtig
Validation im Umgang mit Alzheimer-Kranken ist.
Ohne Bloßstellung.
Zeigen, ohne bloßzustellen ist
die große Qualität des Films, der
so Hoppe auch gemacht wur
de, "um zu zeigen, was Angehörige leisten".
Features
Im Volkskino
Zurück zu einem unbekannten Anfang. Ab 3. Mai im Volkskino Klagenfurt. Zeigen, nicht memacher Hel (oben) und Maria Hoppe (großes Bild mit Patientin
Foto

Zeigen, nicht bloßstellen: Filmemacher Helmut Wimmer Foto © Archiv/Wimmer














