Die Theater-Weltreise
Mit stattlichen sieben Uraufführungen geht Anna Badora in ihre zweite Saison am Schauspielhaus Graz. Zentrales Thema ist die "Mitte Europas".

Foto © APAAnna Badora
Genau hier liegt die Mitte Europas" - so lautet die keineswegs falsche, aber natürlich auch sehr elastische Themensetzung für das zweite Jahr der Ära von Anna Badora am Grazer Schauspielhaus. Klar lässt sich da viel hineininterpretieren, von Heimat- und Identitätssuche bis hin zu neuen sozialen Koordinatensystemen, und ebenso klar gibt es dafür eine Vielzahl von Stücken, die sich anbieten, aufdrängen oder aber entsprechend umbiegen lassen.
Spannung.
Geboten wird in jedem Fall, von Graz ausgehend, eine theatralische Weltreise, die einige Spannung verheißt. Die Exkursion beginnt, in Kooperation mit dem Grazer Theater im Bahnhof, mit dem "Sound of Seiersberg". Sie führt mit dem musikalischen Projekt "Go West" nach Amerika, durch und über die "Pyrenäen", macht Zwischenstation beim "Käthchen von Heilbronn" und in Bosnien (durch die Bühnenversion des grandiosen Romans "Wie der Soldat das Grammofon repariert" von Sasa Stanisic) und endet ungefähr bei "Alice im Wunderland".
Spielplan.
Insgesamt stehen nicht weniger als sieben Uraufführungen auf dem Spielplan. Junge heimische Autorinnen und Autoren, von Gerhild Steinbuch bis Ewald Palmetshofer, werden sehr forciert, all das könnte Graz zumindest zu einer Theater-Mitte Österreichs machen.













