Kleiner "Rocket Man" ganz groß: Elton John feierte den 60er
Der erfolgreichster Solostar der britischen Popgeschichte feierte am am 25. März seinen 60. Geburtstag.

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Zurückhaltung ist nicht Elton Johns Sache. Als Teenager hatte er
eines Tages beschlossen, die Minderwertigkeitskomplexe einfach
abzulegen, die ein Dasein als etwas zu klein und etwas zu rundlich
geratener schwuler Brillenträger namens Reginald mit sich brachte.
Seitdem gehörten schrille Farben, Federboas, Plateauschuhe und
leuchtende Perücken zu seiner Ausstattung wie Big Ben zu London.
Markenzeichen.
Zum wichtigsten Markenzeichen wurden überdimensionale Brillen. Und
für das Namensproblem fand der Sohn eines Hobby-Trompeters und
Offiziers der Royal Air Force aus dem verschlafenen Londoner Vorort
Pinner eine elegante Lösung. In seiner ersten Band, sie hieß
Bluesology, lieh er sich vom Saxofonisten Elton Dean und vom Sänger
John Baldry die Vornamen. 1968 wurde der Bürgersohn Reginald Kenneth
Dwight in einer Schnapslaune während eines Fluges "beerdigt". Nach
der Landung gab es nur noch Elton Hercules John.
Wichtige Begegnung.
Die wohl wichtigste Begegnung seines Lebens hatte der Komponist
und Sänger 1967. Durch eine Zeitungsanzeige kam er mit dem
aufgeweckten Poeten Bernie Taupin zusammen. Es war der Anfang einer
wunderbaren Freundschaft. Und zugleich einer der fruchtbarsten
professionellen Beziehungen in der Popmusikbranche, die bis heute
mehr als 40 Alben hervorbrachte.
Enormer Druck.
Anfangs standen die Beiden unter enormem Druck der
Plattenindustrie, die ihnen mindestens zwei Alben pro Jahr
abverlangte. Bernie dichtete und Elton komponierte, als wollten sie
einen Produktivitätsrekord aufstellen. In diesen Jahren wurden aus
Gesellen Großmeister, denen die Fans etliche wunderbare Hits
verdanken. Von "Your Song" über "Tiny Dancer" und "Crocodile Rock"
oder "Goodbye Yellow Brick Road" bis zu "Bennie And The Jets", "Sorry
Seems To Be the Hardest Word" und "Don't Let The Sun Go Down On Me",
um nur einige zu nennen.
Candle in the wind.
Und natürlich 1973: "Candle In The Wind". Der traurig-schöne Song
über Marilyn Monroe klang noch viel trauriger und schöner, als Elton
John ihn 1997 in der Westminster Abbey sang. Zu "Goodbye England's
Rose" hatte Bernie Taupin die Anfangszeile für die Beerdigung der
Prinzessin Diana umgeschrieben. In dieser Live-Version wurde der Song
zur meistverkauften Single aller Zeiten. Nun könnte es erstmals eine
Neuaufführung geben. Die Prinzen William und Harry sollen für das
Konzert zum zehnten Todestag ihrer Mutter im Wembley-Stadion darum
gebeten haben.
Features
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Fakten
Mit fast 270 Millionen verkauften Tonträgern zählt Elton John seit den frühen 70er Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Musikern. 1980 outete er sich als bisexuell; im Jahre 1984 heiratete er die deutsche Tontechnikerin Renate Blauel und ließ sich 1988 wieder von ihr scheiden. Später bekannte er sich zur Homosexualität.















