Tänzerin und Choreografin Stella Mann gestorben
Die aus Wien stammende Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Stella Mann ist am Samstag, wenige Tage vor ihrem 101. Geburtstag, in London gestorben. Das meldete das Wiener Staatsballett. 2009 wurde ihr in London, wo sie nach ihrer Flucht aus ihrer Heimat 1938 ansässig wurde, das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien" verliehen.
Der Wiener Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ehrte Stella Mann damals als eine der Pionierinnen des modernen Ausdruckstanzes und als Vorbild für Generationen von Tänzerinnen. Stella Mann wurde am 24. Jänner 1912 in Wien geboren. Sie studierte Modernen Tanz bei Gertrud Bodenwieser an der Staatsakademie Wien und trat unter anderem in den Wiener Kammerspielen, der Urania und anderen Volksbildungshäusern auf. 1938 floh die Künstlerin aus Wien und gelangte über Belgien und Holland nach Großbritannien, wo sie sich 1946 mit der Gründung ihrer eigenen Tanzschule, dem Stella Mann College of Performing Arts, eine neue Existenz aufbaute. Stella Mann unterrichtete im Laufe ihres jahrzehntelangen tanzpädagogischen Wirkens viele später bekannte Tänzer und Choreografen.














