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    Zuletzt aktualisiert: 28.12.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Teuflisch komisch

    Die Maya-Prophezeiung blieb aus, Florian David Fitz sorgt im Kino mit "Jesus liebt mich" für eine eher ironische Variante der Apokalypse. Der Regisseur und Hauptdarsteller des Films im Interview.

    Foto © APA

    H e rr Fitz, Sie schrieben nach Motiven des Bestsellers "Jesus liebt mich" von David Safier das Drehbuch, Sie übernahmen die Regie und auch die Hauptrolle. Wie kam es zu diesem Mehrsparten-Projekt?

    FLORIAN DAVID FITZ: Produzent Nico Hofmann hat es raffiniert angestellt. An sich war ich nur als Schauspieler vorgesehen, dann hat er mich Stück für Stück mehr hineingezogen. Jedenfalls finde ich den Stoff seltsam, urkomisch und freue mich über einige versteckte philosophische Gedanken. Außerdem ist das einmal wirklich was, was man so noch nicht gesehen hat. Und das wollen wir doch immer.

    Ist es schwieriger, Regisseur zu sein, als zu spielen?

    FITZ: Ja, speziell hier, weil nach dem Bucherfolg ein großer Erwartungsdruck da ist. Ob man will oder nicht, ein Kinofilm ist immer ein Lotteriespiel. Ich konnte mir nur vornehmen, den unterhaltsamsten, nachdenklichsten und verrücktesten Film zu drehen, der möglich war.

    Und wie war es, Jesus zu sein?

    FITZ: Vor zwei Rollen hat jeder Schauspieler eine Heidenangst. Vor Hitler und Jesus. Ich hab halt versucht, eine Figur zu verkörpern, wo der Zuschauer sagt: Ja, das könnte er sein. Ich versuche, ihn ohne Klischee zu zeigen, wobei Vergebung die schönste Seite an ihm ist. Manchmal wird er auch zornig.

    Einmal haut er sogar, auf gut Österreichisch gesagt, dem Teufel eine in die Goschn. Das kommt im Roman nicht vor?

    FITZ: Jesus hat bei mir eine etwas andere Entwicklung. Er wird ja zum Menschsein verführt. An sich ist er weich, klug und offen, aber wenn sich der Teufel so aufführt wie in meinem Film Nicholas Ofczarek . . .

    Ein Satan, der sich in seiner Haut gar nicht wohlfühlt.

    FITZ: Er trägt seit Tausenden Jahren denselben alten Anzug und stinkt. Nicht nur, dass er sich in diesem Leib sehr unbehaglich fühlt, sondern auch seine Rolle auf Erden ist ihm zuwider.

    Wie war die Zusammenarbeit mit Ofczarek?

    FITZ: Er liebt die Sprache und kann wunderbar damit umgehen. Ofczarek ist ein entsichertes Präzisionsgewehr. Wahnsinnig spannend und klug.

    Jesus ist der Papst kein Begriff?

    FITZ: Logisch. Er hat ihn ja weder erfunden noch ernannt.

    Gab es bei euch nach Drehende auch ein letztes Abendmahl?

    FITZ: Ja. Aber ohne Verräter.

    Was sind denn eigentlich die nächsten Kinoabenteuer des Florian David Fitz?

    FITZ: Wieder ein Film mit Henry Hübchen, der in "Jesus liebt mich" den auf die Erde gefallenen Erzengel Gabriel gibt. In "Da geht noch was" wird er mein Vater sein. Und im Frühjahr drehe ich mit Meret Becker "Lügen". Einmal etwas anderes. Ein frei improvisierter Film. INTERVIEW: LUIGI HEINRICH

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