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    Zuletzt aktualisiert: 10.11.2012 um 20:13 UhrKommentare

    Duo auf sechs Beinen wurde vom Sieg überrascht

    Die gebürtige Steirerin Alexandra Plank (24) gewann mit ihrem Collie Esprit (5) die "Große Chance". Im Interview mit Christoph Steiner spricht sie über den Zufall, der das Duo zu Hundetänzern machte, ihre Zukunft und Kritiker.

    Alexandra Plank und Hund "Esprit"

    Foto © APAAlexandra Plank und Hund "Esprit"

    Glückwunsch zu eurem Erfolg, Frau Plank! Wer hat denn länger gefeiert - Border Collie Esprit oder Sie?

    ALEXANDRA PLANK: Esprit ist ausgeschlafen, denn ich habe ihn nach der Show in die Garderobe und später ins Hotel gebracht. Als ich um 7 Uhr ins Zimmer gekommen bin, bin ich mit ihm noch Gassi gegangen und dann haben wir uns beide hingelegt.

    Mit diesem Erfolg haben Sie nicht gerechnet, oder?

    PLANK: Nein, ich habe nicht einmal darüber nachgedacht. Ich habe geglaubt, die Kinder werden ziehen und solidTube haben mir persönlich getaugt.

    Und wie wurde Esprit belohnt?

    PLANK: Er hat einen großen Büffelhautknochen bekommen. Ob er gemerkt hat, dass das eine Belohnung ist ... keine Ahnung.

    Was planen Sie mit den 100.000 Euro? Ihr Auto abzubezahlen spielt wohl keine Rolle mehr, nachdem Sie auch einen Neuwagen gewonnen haben.

    PLANK: Das hat sich allerdings erledigt. Mit dem Geld möchte ich meine Wohnsituation ändern. Eine Wohnung mit Garten wäre schön.

    Wie kommt man auf die Idee, Dogdancing zu betreiben?

    PLANK: Zur Überbrückung. Wir haben Agility (Anm. Hürdenlauf für Hunde) betrieben, aber nach einer Verletzung musste ich Esprit schonen. Weil ich mit ihm trotzdem arbeiten wollte, habe ich begonnen, ihn geistig zu beschäftigen, damit er mehr denken muss und nicht zu laufen braucht.

    Wie sieht eure bisherige Erfolgsbilanz aus?

    PLANK: In den letzten drei Jahren waren wir auf sieben Turnieren und Rang zwei war bislang die schlechteste Platzierung. 2011 waren wir Staatsmeister.

    Steuern Sie Esprit mit Befehlen oder Handzeichen?

    PLANK: Mit relativ leisen Kommandos. Dass Esprit aber auch auf einer Bühne vor so vielen Leuten gehorcht, ist seine Veranlagung - so etwas kann ich ihm nicht beibringen.

    Wie oft wird trainiert?

    PLANK: Zweimal pro Woche, unmittelbar bevor wir Agility betreiben. Da nehmen wir aber an keinen Turnieren mehr teil.

    Lässt sich Dogdancing zu einem Beruf machen?

    PLANK: Keine Ahnung. Schauen wir mal, was an Aufträgen für Showauftritte so daherkommt. Ich werde aber sicher nicht aufhören zu arbeiten.

    Was sagen Sie Tierfreunden, die behaupten, ein Hund gehöre nicht auf die TV-Bühne?

    PLANK: Jemand der behauptet, dass Esprit keinen Spaß hat, hat entweder keine Augen im Kopf oder keine Ahnung.

    INTERVIEW: CHRISTOPH STEINER

    Fakten

    Alexandra Plank wurde am 17. November 1987 in Judenburg geboren und wuchs in Oberwölz auf. Seit sechs Jahren lebt sie in Ansfelden (Linz-Land) und arbeitet in einem Pharmakonzern.

    Esprit kam 2007 in Bayern zur Welt und heißt "Esprit vom Chiemgauer Ländchen".

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