Wolfgang Niedecken liest in Graz
Verdamp lang her: Wolfgang Niedecken, 61, erinnert sich. Live in Graz.

Foto © AP/KNIPPERTZ Sänger, Autor und Helfer in Afrika: Wolfgang Niedecken
Herr Niedecken, Sie lesen aus Ihrer Autobiografie "Für 'ne Moment"?
WOLFGANG NIEDECKEN: Ja. Dazu spiele ich Lieder und werde noch einiges erzählen. Und wie bei BAP-Konzerten sollte das Publikum über etwas Sitzfleisch verfügen.
Großen Raum widmen Sie im Buch ihrem Afrika-Engagement.
NIEDECKEN: Richtig. Die unsagbaren Schicksale von Kindersoldaten in Uganda haben mich nachhaltig beeinflusst. Mit dem Projekt "Rebound", das mit der Kinderhilfsorganisation World Vision gegründet wurde, konnten wir einiges umsetzen und ehemaligen Kindersoldaten helfen. Da muss man allerdings permanent dahinter sein, damit die Hilfe von außen nicht nachlässt.
Hat es Reaktionen von Personen auf die von Ihnen geschriebenen Begebenheiten im Buch gegeben?
NIEDECKEN: Einige, denn die soeben erschienene Taschenbuchausgabe enthält so manche Klarstellung, da sich neben Verwandten von mir, auch ehemalige Mitschüler gemeldet haben, um mir zu erzählen, wie gewisse Ereignisse wirklich waren. Ich hatte beim Schreiben ja nur meine persönliche Erinnerung zur Verfügung. Aber ich bin froh, dass ich die Möglichkeit zu Korrekturen bekommen habe.
Werden Sie in Graz eine spezielle Österreich-Version vortragen?
NIEDECKEN: Das ist nicht nötig, denn jede Lesung gestalte ich sowieso etwas anders als die vorherige - auch was meine Liedauswahl betrifft. Aber mit BAP war ich schon öfter in Graz, und auf dem ersten BAP-Livealbum von 1983 ist sogar ein Bandfoto, das damals im Orpheum aufgenommen wurde.
Wolfgang Niedecken liest und singt Autobiografisches. Sonntag, 20 Uhr, Generalmusikdirektion, Graz. Karten: Tel. (0316) 871 871 11















