Bühnenbild für "Fame" wies Sicherheitsmängel auf
Kulisse für Grazer "Fame"-Musical wies Statikmängel auf. Hersteller aus Rumänien erhielt die "Gelbe Karte".
1 / 19
GRAZ. Internationale Konkurrenz, vor allem aus dem ehemaligen Osten, macht den Grazer Bühnenwerkstätten das Leben schwer. Die Aufträge, auch aus Oper und Schauspielhaus, sind rückläufig. Und der Preiskampf schlägt sich nicht nur in den Büchern nieder: Das Bühnenbild für "Fame" - das Musical hat in der Vorwoche Graz-Premiere gefeiert - wies Sicherheitsmängel auf. "Die Statik war im Randbereich. Das Bühnenbild mit mehreren Ebenen und Treppen für Tänzer war nicht gut verarbeitet", schildert Wolfgang Urstadt, technischer Direktor am Opernhaus. Dort bestätigt man einen Bericht des ORF Steiermark, wonach Gefahr im Verzug gewesen sei.
Zum Glück konnten die Probleme vor Ort und rechtzeitig behoben werden. Verletzte gab es keine, da "passen wir schon auf", beruhigt Urstadt. Den unerwarteten Mehraufwand zog man dem Hersteller aus Rumänien von der Rechnung ab. Sollte aber Derartiges noch einmal vorkommen, dann werde der Anbieter von weiteren Aufträgen ausgeschlossen.
Die Firma aus Bukarest zählt zu jenen Anbietern, die von der Theaterholding nach Ausschreibung für Bühne oder Kostüme beauftragt worden sind. Auch die Grazer Fachleute müssen sich seit 2007 als "art + event - Theaterservice" am freien Markt beweisen. Nach Achtungserfolgen in Paris oder Mörbisch kam nun die Ernüchterung: In Mörbisch etwa kam heuer eine Firma aus dem EU-Ausland zum Zug, die Grazer verloren einen wichtigen Auftrag und mehr als 500.000 Euro. Und in der Oper stattet man nur zwei von vier Produktionen aus. Ausweg? "Wir entwickeln Konzepte, um im beinharten Preiskampf zu bestehen", so Bernd Pürcher. Aber bei Qualität und Sicherheit werde nicht gespart.

















