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    Zuletzt aktualisiert: 21.10.2012 um 21:23 UhrKommentare

    Dinge, die nicht jeder hören muss

    Zuletzt tourte er mit seiner Rockband, der obersteirischen Wolfshilfe, durch die Lande ("This isn't it"), es scheint also nur eine logische Folgerung, dass Alf Poier nun "backstage" Einblicke in das Leben eines Popstars gibt. Das neue Programm des Kabarettisten feiert am Mittwoch seine Steiermark-Premiere.

    Foto © Mani Hausler/alfpoier.at

    Das neue Programm kommt ein halbes Jahr später als angekündigt. Waren Sie womöglich ausgebrannt?

    ALF POIER: Man muss ja die Säle schon sehr früh buchen, meist eineinhalb Jahre vor der Premiere - also noch lang, bevor man ein fertiges Programm hat. Ich habe 60 Termine abgesagt und trampte durch Malaysien, das hat mir den Kopf zum Schreiben geöffnet.

    Die Idee zu "Backstage" kam also im Urlaub?

    POIER: Während meiner Asien-Reise war mir wieder völlig klar, dass ich zurück auf die Bühne muss. Dieses Aussteigerleben ist furchtbar und belanglos für mich. Die Bühne gibt mir Sinn und Erfüllung. Und backstage kann man Dinge sagen, die nicht jeder hören muss. Und über alle Themen reden, da passt alles rein - von Europa bis zum Älterwerden. Ein Programm nur übers Älterwerden wäre mir zu fad. Natürlich habe ich auch wieder ein paar neue Lieder komponiert - "Oid und fett" etwa, in dem ich neun Welthits verarbeitet habe, von Tina Turner bis Phil Collins. Leider wird es von allen Radiosendern ignoriert.

    Haben Sie auf der "This isn't it"-Tournee eigentlich das Leben eines Rockstars geführt - Sex, Drugs & Rock 'n' Roll mit vielen Girls backstage?

    POIER: Ich sag's mal so: Wenn du mit einer Band auf der Bühne stehst und auf Festivals wie Frequency spielst, kannst du dir die Groupies aussuchen. Im Kabarett musst du hingegen das nehmen, was du kriegst. Und Drogen interessieren mich nicht.

    "Backstage" behandelt aber auch die dunklen Seiten wie die Einsamkeit der Stars nach einer Show.

    POIER: Genau, das kommt auch vor. Am Ende ziehen viele Besucher das Taschentüchl und weinen - auf diesen Schluss steuert das ganze Programm hin. Das Publikum ist wirklich betroffen, das hat es bei mir noch nie gegeben. Ich selbst bin als Beziehungsphobiker ja froh, wenn ich ins Hotel komme und meine Ruhe habe. Aber ich kenne das Gefühl, nach Hause zu kommen und nur hartes Brot, saure Milch und einen leeren Kühlschrank vorzufinden. Dann will ich sofort wieder ins Hotel.

    Beziehungsphobiker?

    POIER: Ja, ich bin nicht beziehungsfähig und habe daher meistens Liaisonen mit mehreren Frauen. Die schlafen dann bei mir - und ich beim Dorfwirt, weil es mir schnell zu eng wird.

    Was ist denn die Ausgangssituation von "Backstage"?

    POIER: Ich komme auf die Bühne, die eigentlich mein Backstage-Bereich ist, wo nun aber 300 Leute sitzen. Ich rufe meinen Manager an und frage ihn, was das soll, ob ich mich jetzt auch schon hinter der Bühne zum Dodel machen muss.

    Die Bühne hat Sie jedenfalls reich gemacht. Sie sollen sich eine Villa in Hietzing gekauft haben.

    POIER: Mir bedeutet es aber nichts, in einem Nobelbezirk zu wohnen, ich muss aber irgendwo mein Klumpert und meine Requisiten lagern. Ich suche allerdings weiter, denn ich möchte in Wien eine Botschaft für Bewusstsein, Scheißdreck und Kunst eröffnen.

    INTERVIEW: CHRISTIAN UDE

    Steckbrief

    Alf Poier, geboren am 22. Februar 1967 in Judenburg.

    Karriere: Kabarett-Debüt 1995 mit "Himmel, Arsch und Gartenzwerg", es folgten u. a. "Zen", "Mitsubischi" und "Kill Eulenspiegel". 2003 erreichte er Platz sechs beim Song Contest.

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