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  • 31. Oktober 2014 16:03 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 12.10.2012 um 21:31 UhrKommentare

    Zwischen dem Himmel und dem Nichts

    In Rosegg schafft Michaela Christiane Wiegele elysische Räume, im Living Studio zeigt Gert Pallier Psychogramme einer Landschaft. Und im Schloss Ebenau setzt die Galerie Walker auf Reduktion und Monochronie.

    Carolin Walker mit einem Prägedruck von Hands Bischoffshausen

    Foto © RainerCarolin Walker mit einem Prägedruck von Hands Bischoffshausen

    Galerie Walker

    Die in der Eingangshalle von Schloss Ebenau positionierten graphitgeschwärzten Bildobjekte und eine schwergewichtig erscheinende Stele von Rudi Stanzel geben programmatisch vor, was die Ausstellungsräume des Hauses thematisch breit entfalten: Reduktion und Monochronie. Die Rückführung bildender Kunst auf Grundelemente, aus denen nicht Vorhandenes sich in Existenz wandelt. So genügt es letztlich einen Punkt zu setzen, der das Nichts in ein Etwas überführt.

    An der Grenze zum Nichts bewegen sich auch Stanzels Arbeiten. Seine Welterfassung zieht sich auf das Einfachste zurück. Eine Linie, herausgefräst aus einer Holzplatte und gleichförmig mit dem gesamte Bildraum eingeschwärzt, wächst zu gegenstandsloser Vollkommenheit. Ein Ansatz, den sich Tone Fink ebenso zu eigen macht, wenn er nicht Bilder von der Welt kreiert, sondern Welt selbst. Diesfalls in fahlen Weißtönen auf Weiß und reliefartig aus dem Bild gestülpt.

    Eine Variation mit Formelementen, das sich frei von figürlichen Bezügen in spannungsreichen Ordnungen verdichtet und vor allem von Hans Bischoffshausen zu Perfektion gebracht wurde. Anlässlich seines 85. Geburtstages gibt es sogar eine Sonderedition von Prägedrucken in Schwarz, Weiß und Gold, die Bischoffshausens Motivik aufnehmen. In der Ausstellung aber werden gediegene Originale aus unterschiedlichen Schaffensperioden gezeigt, welche den Wandel von gegenstandsbezogenen Formulierungen hin zu genügsamen Textierungen anschaulich werden lassen.

    Gänzlich glatte Oberflächen hingegen bringt Hanns Kunitzberger ein, dessen Bilder oszillierende Einfarbigkeit auszeichnet. Geometrisch in sich abgestufte leichte Farbtonverschiebungen erzeugen den Eindruck von Raumfluchten, hin zum Unendlichen. Natürlich fehlen nicht Bernhard Aubertin und Heinz Mack als Vertreter der Zero-Gruppe, welche die Kunst von unbotmäßigem Ballast befreien wollte und die Null als ihren Referenzrahmen erwählte. Es sind faszinierende Bildschöpfungen, in denen verselbstständigte Farben in rhythmisch strukturierte Kraftfelder gebündelt wurden. Dass das Ganze auch noch musikalische Seiten hat, wird morgen am Beispiel Bischoffshausens in einem Vortrag erörtert.

    WILLI RAINER

    Galerie Walker

    Monochronie und Reduktion. Galerie Judith Walker. Schloss Ebenau. Weizelsdorf. Geöffnet Fr./Sa./So. 14 -18 Uhr. Tel. Vereinbarung (0664) 34 53 280. Bis Ende Oktober. Vortrag von Clara Kaufmann: "Bischoffshausen und die Musik" am morgigen Sonntag um 11 Uhr.

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