Salman Rushdie: "Diese Schlacht schien gewonnen"

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Er habe sein Problem mit dem Wort „Islamophobie“. Das sagte Autor Salman Rushdie in Berlin, anlässlich der Vorstellung seines neuesten Buches mit dem Titel „Joseph Anton – die Autobiografie“. Man müsse einen Unterschied machen zwischen einem Angriff auf eine Person und einem Angriff auf Ideen, sagte er und meinte in Anspielung auf die jüngsten Mohammed-Karikaturen, Kritik umfasse auch Cartoons.
"Andere Religionen haben das jeden Tag hinzunehmen, Cartoons über den Papst etwa“, sagte Rushdie. „Man sieht aber keine Katholiken, die die Welt in die Luft jagen.“ Seine Generation, jene der 60er-Jahre, habe nicht gedacht, dass Religion einmal wieder eine bestimmende Kraft werden könnte: „Diese Schlacht schien gewonnen“, sagte Rushdie.
Der Autor, dessen Buch „Satanische Verse“ im Februar 1989 von Irans Staatspräsident Ayatollah Khomeini mit einer Fatwa belegt worden war, Khomeini also zur Tötung Rushdies aufgerufen hatte, veröffentlichte nun seine Autobiografie aus jenen Jahren, in denen er im Untergrund zu leben hatte. Er schreibt von sich in der dritten Person, er schreibt über Joseph Anton, jenes Pseudonym, das er in dieser Zeit angenommen hatte, die Vornamen der beiden ihn prägenden Schriftsteller: Joseph Conrad und Anton Tschechow. Derzeit stellt Rushdie sein Buch in aller Welt vor.
Seine Sicht auf die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Islam? „Es gibt kein Recht nicht beleidigt zu werden“, sagte der Autor im Bezug auf den amerikanischen Mohammed-Film. „Wenn Du beleidigt wirst, ist das dein Problem.“ Und auf sein Werk anspielend: „Wenn man 600 Seiten liest, hat man sich viel Mühe gegeben, beleidigt zu werden.“ Er selbst habe seit zehn Jahren allerdings keine ernst zu nehmende Bedrohung seines Lebens mehr registriert, so Rushdie.














