Farben, Formen, Schattenspiele
Neue Kartonskulpturen von Tobias Rehberger in einer kleinen, aber feinen Ausstellung.

Foto © AC So schön kann hässlich ein: Tobias Rehbergers Kartonskulptur "Ugly"
GRAZ. Seit fast zwanzig Jahren arbeitet Tobias Rehberger mit der Edition Artelier zusammen, "weil die einfach gut sind". Neue Editionen des deutschen Künstlers (der seit geraumer Zeit in den Top 50 des Kunstkompass-Rankings und dessen Skulptur "Asoziale Tochter" im Österreichischen Skulpturenpark zu finden ist) sind wiederum bei den Grazer Kunst-Druckspezialisten entstanden. Drei Kartonplastiken in S, M und L (die sich bei Bedarf weiter verkleinern oder vergrößern lassen). Drei konstruktivistisch anmutende Gebilde, die man lesen kann, vor allem, wenn man ihre Schatten an die Wand wirft: "Bad", "Ugly" und "Out".
Es ist ein typisch Rehbergersches Spiel, das diese Arbeiten spielen - mit Form und Inhalt, mit bzw. gegen Kategorien und Kategorisierungen. Der Käufer kann die Skulpturen selbst basteln oder als Ausschneidebögen belassen.
Für die (umstrittene) Gestaltung der Cafeteria der Biennale von Venedig erhielt der passionierte Kulinariker 2009 einen Goldenen Löwen. Die Liebe zum Genuss erklärt auch eine weitere neue Artelier-Edition: zwanzig Flaschen Barolo, die Rehberger mit pigmentiertem Wachs umhüllt hat, in dem man mehr oder weniger deutlich die Buchstaben "WFA" erkennen kann. Die Frage nach der Bedeutung beantwortet Rehberger schmunzelnd: "Wein für alle? Was imer du willst." Stückpreis 3600 Euro.
Tobias Rehberger. Bis 3. November. Artelier Contemporary, Graz, Griesgasse 3. www.artelier-contemporary.at














