Saison mit internationalen Gästen
Ein kleiner Vorgeschmack auf die Spielzeit 2012/13. Dem Lachfaktor nach zu urteilen wird "Hakoah Wien" ein Renner.
Quelle © schauspiel_digi120922.jpg | Foto: KLZ Digital Das Schauspielhaus startet wieder durch
Dem Lachfaktor nach zu urteilen wird "Hakoah Wien", eine Uraufführung der israelischen Theatermacherin Yael Ronen (13. Oktober), ein Renner: Die Szene aus einer mit den Schauspielern entwickelten Geschichte über Emigration, Nationalgefühl, Fußball und Männlichkeit, erntete bei der Vorschau auf die neue Spielzeit die meisten Lacher - und war auch die Feuertaufe der Neuzugänge Julius Feldmeier und Sebastian Klein. Im Rahmen des Theaterfests im Schauspielhaus gab das Ensemble einen Vorgeschmack auf die am 28. September mit "Amerika" (nach Kafkas Roman) startende Saison, die unter dem Motto "Aufbruch ins Unbekannte" stehen könnte.
Dass diesmal Viktor Bodó und nicht die Hausherrin als Regisseurin eröffnet, war "eine bewusste Entscheidung", so Intendantin Anna Badora, "ich will nicht in einen Automatismus verfallen". Statt Eitelkeit ist ihr eine ständige Vergrößerung des internationalen Netzwerks wichtig - siehe auch Ronen. Auf der Probebühne werden etwa der Grieche Sarantos Zervoulakos und der Bosnier Oliver Frlji´c inszenieren.
Frisch und heutig könnte Goethes "Clavigo" werden (5. Oktober), den Christoph Rothenbuchner und Neuzugang Seyneb Saleh kurz anspielten. "Krank" hieß der Song aus dem Musical "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" (Deutschsprachige Erstaufführung am 10. November) - und da muss man abwarten: "Wir haben ja noch Zeit für choreografische Spitzfindigkeiten", merkte auch Steffi Krautz schmunzelnd an. Ungeprobt ist "Faust" (Regie: Peter Konwitschny, 15. Dezember), aber die Besetzung nennt Badora mit großer Freude: Udo Samel als Mephisto, Katharina Klar als Gretchen - und Jan Thümer in der Titelrolle. "Konwitschny wollte den Faust weder sehr jung noch alt", so Badora. Per Video grüßte Helmuth Lohner, der ab 24. Oktober in Ibsens "John Gabriel Borkman" zu sehen sein wird. Also: Vorhang auf!
















