Ai Weiwei vertritt Deutschland bei Biennale

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Deutschland will sich bei der nächsten Biennale in Venedig weltoffen zeigen. So soll der berühmte chinesische Künstler und Bürgerrechtler Ai Weiwei Deutschland bei der internationalen Kunstausstellung vertreten. Das gab die Kuratorin des Deutschen Pavillons, Susanne Gaensheimer, am Mittwoch in Frankfurt bekannt.
Neben Ai Weiwei hat sie die Inderin Dayanita Singh, den Südafrikaner Santu Mofokeng und den in Wiesbaden geborenen französischen Filmemacher Romuald Karmakar eingeladen. Alle vier Künstler haben nach Angaben eines Sprechers des Deutschen Pavillons ihre Teilnahme bereits zugesagt.
Ai Weiwei ist einer der weltweit bekanntesten Gegenwartskünstler. Vielen Chinesen gilt er als "soziales Gewissen", weil er gesellschaftliche Probleme, Korruption und Ungerechtigkeiten thematisiert. In den westlichen Metropolen wird der 1957 geborene Bildhauer, Dokumentarfilmer, Aktions- und Installationskünstler wie ein Superstar gefeiert. Da er China nicht verlassen darf, ist aber ungewiss, ob er bei der Eröffnung in Venedig dabei sein kann.
Mit der Auswahl internationaler Künstler will die Direktorin des Frankfurter Museums für Moderne Kunst (MMK) nach eigener Darstellung Deutschland als "aktiven Teil eines komplexen, weltweiten Netzwerkes" darstellen. "Künstlerisches Schaffen in Deutschland ist heute von vielfältigen Arten der Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus aller Welt und einem internationalen intellektuellen und kulturellen Austausch geprägt", begründete sie ihre Entscheidung. Daher dürfe sich Deutschland bei der 55. Biennale nicht als "hermetische nationale Einheit" präsentieren.
Die vier Künstler vertreten mit Bildhauerei, Installation, Fotografie und Film unterschiedliche Gattungen. Welche Arbeiten sie aber zeigen werden, war zunächst unklar. Inhaltlich gelten alle Vier als Künstler, die sich kritisch mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzen.














