13. Lange Nacht der Museen am 6. Oktober

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In den vergangenen Jahren haben bereits 3,8 Millionen Menschen die "Lange Nacht der Museen" besucht, am 6. Oktober kommen wieder einige dazu. An der 13. Ausgabe nehmen 677 Einrichtungen in ganz Österreich und Liechtenstein teil und öffnen ihre Türen von 18 bis 1 Uhr. "Österreich ist reif fürs Museum und das meine ich ganz positiv", so ORF-Boss Alexander Wrabetz bei der Präsentation am Mittwoch.
Natürlich sind heuer auch wieder alle großen Museen von der Albertina bis zum Kunsthistorischem Museum mit dabei, aber auch die Auswahl an kleinen Spezialmuseen ist groß. Während sich die Albertina in eine mittelalterliche Burg samt Gauklern und Turnierkämpfen verwandelt, könne man in der Nationalbibliothek auf Papyrus schreiben und passend zum Esperanto-Museum Blitzkurse in Kunstsprachen besuchen, erklärte Direktorin Johanna Rachinger. Zur Auswahl steht neben Esperanto auch Klingonisch. Das Kunsthistorische Museum gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die im nächsten Frühjahr eröffnende Kunstkammer und wartet mit vergoldeten Skihelmen und einer Schaugoldschmiede auf.
Im Klimt-Jahr darf der Maler auch in der Langen Nacht nicht fehlen: Im Kunsthistorischen Museum kann man trotz beendeter Ausstellung auch weiterhin die "Klimt-Brücke" besteigen und Klimts Werke aus nächster Nähe bestaunen, so Direktorin Sabine Haag. Nach mehreren Jahren Pause ist auch die Klimt Villa Wien wieder zu besichtigen. Besonders ans Herz legte Haag ihren Besuchern auch den Markt der Völker im Völkerkundemuseum, wo nicht nur Kunsthandwerk feilgeboten, sondern auch Kaffee nach äthiopischer Tradition gebraut und südamerikanischer Schmuck gebastelt wird. Überhaupt ist der Mitmach-Faktor dieses Jahr hoch: 230 Museen bieten spezielle Programme für Kinder.
Neben den regelmäßigen Fixstartern gibt es auch einige Neueinsteiger in die Lange Nacht: Erstmals öffnen unter anderem das 21er Haus, das Erste Wiener Schulmuseum, das Polizeimuseum Wien, die Fotogalerie OstLicht und das Rapideum seine Türen. Untergebracht im Hanappi Stadion will das Rapid-Museum "nicht nur Pokale ausstellen, sondern Geschichten erzählen", so Werner Kuhn, General Manager von Rapid. Ganz frisch ist auch das Marktamtsmuseum Wien, das erst in wenigen Tagen eröffnet: Hier wird die Geschichte von Konsumentenschutz und Lebensmittelsicherheit seit 1839 erzählt. Zu bewundern gebe es etwa einen Alkoholvolumsprozentmessgerät zur Entlarvung von verwässertem Wein, gefälschten Kaffee oder manipulierte Gewichte, erzählte Direktor Alexander Hengl.
Genuss und Design steht im Museum für Angewandte Kunst im Vordergrund, als Zusatzangebot lockt ein Schnittlauch-Schneid-Workshop. Das Leopoldmuseum hält mit Schiele, japanischer Kalligrafie und Aktzeichnen dagegen. Das Technische Museum feiert "175 Jahre Eisenbahn in Österreich" mit Modelleisenbahnen und Bahnfahrten wie in der Monarchie. Eisenbahnliebhaber können auch das Bahnorama am neuen Hauptbahnhof erklimmen und einen Blick über die derzeit größte Baustelle Wiens werfen. Im mumok kann man selbst zum Pinsel greifen. Wem das noch nicht Abenteuer genug ist, dem stehen auch das Foltermuseum, das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, das Rauchfangkehrer-Museum oder das Österreichische Pharma- und Drogistenmuseum offen.
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