Ausgezeichnet, Frauen!
Die Grazerinnen Olga Flor und Cordula Simon sind die Preisträgerinnen des insgesamt 5000 Euro dotierten rotahorn-Literaturpreises von 2012.
Der eine Roman weitet vom 68. Stock eines Luxusappartements in Chicago aus brutal den Blick auf Sex, Macht und Intrigen. Der andere Roman, ein sensibles Porträt zweier Menschen, nimmt seinen Ausgangspunkt an einem Friedhof im ukrainischen Odessa.
Olga Flor und Cordula Simon sind die heurigen Preisträgerinnen des jungen rotahorn-Literaturpreises. Im Vorjahr erstmals von Hans Roth von Saubermacher gestiftet, ist der Preis mit dem Naheverhältnis zu Alfred Kolleritsch "manuskripten" insgesamt mit 5000 Euro dotiert.
Olga Flor (45) wird damit für ihren vierten Roman "Die Königin ist tot" ausgezeichnet. Die siebenköpfige Jury (u.a. Barbara Frischmuth, Reinhard P. Gruber, Kurt Bartsch, Werner Krause sowie Alfred und Sohn Julian Kolleritsch) begründet das so: "Kein Wort zu viel - das hat schon die früheren Bücher von Flor ausgemacht." Neu sei ein "raffiniertes Wechselspiel von Andeuten und Aussparen", das Leser zu Mitautoren mache. Flor, sehr erfreut über den Preis und "den manuskripten ja schon lang verbunden ist", erhielt zuletzt auch einen Outstanding Artist Award des Kunstministeriums (8000 Euro).
Prägnante Prosa
Der mit 2000 Euro dotierte Förderpreis geht an Cordula Simon (26) und ihr Romandebüt "Der potemkinsche Hund". Simon, die seit eineinhalb Jahren in Odessa lebt, legt damit eine eindrucksvolle Talentprobe ab. Kolleritsch lobte ihre "prägnante Prosa." Jurybegründung: "Ein faszinierendes Porträt zweier einsamer Menschen - gleichzeitig eine sprachlich exzellente Darstellung der ukrainischen Landschaft." Frischmuth wagt den Vergleich zu Michail Bulgakow. Die Preise werden am 15. Oktober überreicht.















