Louvre zeigt Islamische Kunst
Der französische Staatspräsident Francois Hollande hat am Dienstag im Louvre die neue Islam-Abteilung eröffnet und dabei die Schändung der Mausoleen in Timbuktu verurteilt. "Die islamischen Zivilisationen sind älter, lebendiger und toleranter als jene, die heute in ihrem Namen reden", sagte der Präsident. Auf 3.000 Quadratmetern werden in der neuen Abteilung rund 3.000 Kunstwerke ausgestellt.
Ab 22. September können die 98,5 Millionen teure spektakuläre Architektur und die außergewöhnlichen Kunstwerke von der Öffentlichkeit bewundert werden: rund 3.000 Objekte auf 3.000 Quadratmetern, die die Vielfalt der Kunst von Spanien bis Indien und vom Jahr 622 bis zum 19. Jahrhundert widerspiegeln. Das Metropolitan Museum in New York besitzt seit November 2011 keine Abteilung für islamische Kunst mehr, sondern zeigt Kunst aus Arabien, der Türkei, Zentralasien und Südasien.
Ein fliegender Teppich, ein Beduinenzelt oder ein Libellenflügel? Die neuen Säle liegen im Visconti-Innenhof unter einem riesigen Stahl-Glasdach, dessen Architektur den Vergleichen und Deutungen freien Lauf lässt. Wie man die sechs bis acht Meter über dem Boden schwebende Glasstruktur auch nennen mag, sie wird zweifellos neben der vor mehr als 20 Jahren eingeweihten Glaspyramide zu einem neuen Wahrzeichen des Museums werden.
Der Louvre besitzt eine der weltweit größten Sammlungen der Kunst des Islams, die größtenteils in den Depots geschlummert hat. Denn neben den 15.000 Stücke umfassenden hauseigenen Beständen kann der Louvre auch auf 3.600 Objekte aus den Beständen des Kunstgewerbemuseums zurückgreifen. Das ebenfalls im Louvre-Komplex untergebrachte Museum der Arts décoratifs konnte diesen Teil seiner Sammlung nach seinem Umbau nicht unterbringen.














