KHM zeigt Avramidis-Sonderschau

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Im Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien trifft in einer aktuellen Sonderausstellung (19. September bis 4. November) das Oeuvre des griechisch-österreichischen Bildhauers Joannis Avramidis auf die Antikensammlung des Hauses. Anlass ist der bevorstehende 90. Geburtstag des Künstlers am 26. September.
So sei die Schau auch nicht als Personale zu verstehen, sondern als "Ehrung an einen der größten lebenden Bildhauer", wie KHM-Direktorin Sabine Haag bei der Pressekonferenz betonte. Dass dies ausgerechnet im KHM geschieht, verdutzt zunächst, sei aber angesichts "unserer Bemühungen, verstärkt moderne und zeitgenössische Kunst zu integrieren", nur konsequent, so Haag weiter.
Bereits vor den Toren des Hauses am Maria Theresien-Platz begegnet man einem der bekanntesten Werke Avramidis': Seine Bronzegruppe "Polis" verkörpere das "Gemeinwesen aus individuellen Figuren", wie Kurator Georg Plattner erläuterte. Für den gelernten klassischen Archäologen war die Zusammenarbeit "mit einem lebenden Künstler" eine neue und besondere Erfahrung. Nicht nur in dem "variantenreichen Kollektivkörper" drücke sich Avramidis' Hauptthema der "Abstraktion des Menschenbildes" als lineares Kontinuum aus.
Erweitert wird aus rund einem Dutzend Exponaten bestehende Schau mittels Zeichnungen des Künstlers, die er stets als Grundlagen für seine Arbeiten verwendet. So ist dem eindrucksvoll geschwungenem "Trojanischen Pferd" etwa die Entwurfsgrafik beigestellt. "Wir zeigen hier keinen Querschnitt über sein Schaffen, sondern konzentrierte Ausschnitte, die in dialogisierender Qualität unseren Objekten gegenübergestellt sind", so Plattner.
Der Künstler selbst ließ sich beim Rundgang durch die Säle X bis XIII aufgrund einer Verkühlung entschuldigen. Bei der Eröffnung am Abend wird er aber angesichts der Überreichung des "Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich" durch Kulturministerin Schmied wohl doch zugegen sein. Die Festrede wird Werner Hofmann halten, dessen Buch "Avramidis oder Der Rhythmus der Strenge" bereits im vergangenen Jahr in der Albertina vorgestellt wurde.














