Salman-Rushdie-Biografie ausgeliefert

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23 Jahre nach dem Mordaufruf gegen Salman Rushdie hat der britisch-indische Autor seine mit Spannung erwartete Autobiografie vorgelegt. Auf über 700 Seiten schildert er erstmals detailliert, wie er die Jahre der "Fatwa" erlebt hat. Das Buch trägt den Titel "Anton Joseph" - Rushdies Deckname in den Jahren im Untergrund.
Das Buch wurde am Dienstag in 27 Ländern gleichzeitig ausgeliefert. Von der deutschen Übersetzung lieferte der Verlag C. Bertelsmann 100.000 Exemplare aus, übersetzt von Bernhard Robben und Verena von Koskull. Das Buch ist seinen Söhnen gewidmet "sowie deren Müttern" und beginnt mit dem Wort "Hinterher": dem Moment, an dem er von der Todesdrohung erfuhr.
Ayatollah Khomeini hatte 1989 ein "Todesurteil" gegen den Schriftsteller verhängt. Dieser habe in seinem Roman "Die satanischen Verse" den Islam, den Propheten und den Koran beleidigt. Auf Rushdie wurde ein Kopfgeld von mehreren Millionen Dollar ausgesetzt. Im aktuellen "Spiegel" sagte der 65-Jährige, er würde das Buch genauso wieder schreiben. "Ich bestehe auf dem Recht der freien Meinungsäußerung - auch gegenüber Religionen."
Rushdie teilt in seinen Lebenserinnerungen ganz schön aus. Nicht nur die religiösen Aufpeitscher, auch diverse Ehefrauen sowie einige Schriftstellerkollegen wie John le Carré und Verleger wie Rupert Murdoch kriegen ihr Fett ab. Aber er bedankt sich auch - mit großen Anfangsbuchstaben - bei den vielen Freunden, "Ohne Die Das Leben Unmöglich Gewesen Wäre", und spricht voller Respekt von seinen Beschützern, die nachts mit ihm auf einem Polizeisportplatz Rugby spielen und mit einem Polizeiboot über die Themse brettern.















