Stunde null für Thomas Gottschalk beim Supertalent
44.000 Kandidaten bei "Das Supertalent" - aber das Interesse gilt nur zweien: Dieter Bohlen und seinem neuen Co-Juror Thomas Gottschalk.

Foto © APThomas Gottschalk, Michelle Hunziker, Dieter Bohlen: die neue Jury der RTL-Castingshow "Das Supertalent" zeigt bereits Zähne
Sogar, wenn Moderator Markus Lanz bei seinem "Wetten, dass . . ?"-Debüt am 6. Oktober die Quote seines Vorgängers Thomas Gottschalk verdoppeln würde - die TV-Sensation des Jahres ist Gottschalks Wechsel zum Krawallsender RTL. An der Seite von Dieter Bohlen sitzt er ab sofort in der Jury von "Das Supertalent". Am Samstag gibt's den Auftakt zur sechsten Staffel der Castingshow, für die sich laut Sender 44.000 Kandidaten beworben haben - natürlich ein Rekord, wie jedes Jahr. Doch die Teilnehmer sind vorerst sekundär. Das Interesse des Publikums dürfte vor allem der Interaktion von Bohlen und Gottschalk gelten. Die beiden tauschten in den letzten Jahren allerhand Freundlichkeiten aus, vor allem, wenn "Supertalent" und "Wetten, dass . . .?" parallel liefen. Heute relativiert Gottschalk die verbalen Giftpfeile und lobt den neuen Brötchengeber: "Ich habe das Format früher in erster Linie deswegen beschimpft, weil es mir bei ,Wetten, dass . .?' die Zuschauer geklaut hat."
Schon während der Aufzeichnung der ersten elf Shows im August zeigte sich, dass Bohlen der Chef im Ring bleibt: Während der Ur-Juror weiterhin vor keiner Gemeinheit zurückschreckt, spielt Gottschalk gerne die Rolle des verständnisvollen Thommy, der auch für eher unfähige Kandidaten noch ein gutes Wort übrig hat und bei Bedarf Gummibärchen ins Publikum wirft. Zwischen den beiden strahlt die zweite Neojurorin Michelle Hunziker. Auf ihre Assistenz in "Wetten, dass . . ?" soll Markus Lanz keinen Wert gelegt haben.
Zu Wort gemeldet hat sich diese Woche übrigens Panflötenspieler Leo Rojas, der letzte Gewinner des "Supertalents". Er arbeitet nach wie vor als Reinigungskraft und hat seinen Gewinn noch nicht angerührt: "Die meisten wissen nicht, dass die 100.000 Euro nicht steuerfrei sind", sagt der Ecuadorianer.















