Katz-Ausstellung im Essl Museum in Klosterneuburg

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Großes Medieninteresse an der Ausstellung "Alex Katz", die am Freitagabend im Essl Museum in Klosterneuburg eröffnet wird: Sammler Karlheinz Essl hat nach eigener Aussage den "Parcours" durch einen 35-jährigen Schaffenszeitraum gestaltet. Der amerikanische Künstler, seit zwei Monaten 85, war zugegen, überraschte in neongelber Jacke durch juvenile Präsenz und zeigte sich mitteilsam.
"Schon mehr als fünfzig Jahre schaue ich auf die Seerosen am Teich in Maine, aber ich traute mich nicht darüber wegen Monet. Aber ich sagte zu mir, du wirst es schon schaffen, und so habe ich es einfach gemacht", erzählte der Maler. Nicht nur über die Seerosen hat er sich gewagt, überhaupt ist den jüngeren Arbeiten ein sichtlicher Zug zum Ornamentalen nicht abzusprechen.
Blätter, Blüten, spiegelnde Wasseroberflächen, Abendstimmungen und ein einsam badender Elch finden sich auf großen Formaten, die in den großzügigen Galerieräumen des Museums wirkungsvoll zur Geltung kommen. Kräftige Farben und gezielt gesetzte Lichtreflexe bilden nach wie vor stilistische Markenzeichen eines malerischen Werks, das stets auch einen Touch von glamouröser Partylaune, dezent mondäner Intellektualität und flächigem Easy Living einfängt.
Seine Malerei "akzeptiert die Grenzen der figurativen Malerei und überschreitet sie zugleich", befand Co-Kuratorin Lisa Grünwald. Abstrahierende Effekte wie Blow-Ups, radikale Bildausschnitte und das Fehlen jeglicher narrativer Elemente tragen zu diesem scheinbaren Paradoxon bei.
Alex Katz stammt wie Warhol oder Rauschenberg aus der legendären Pop-Art-Generation und hat sie auch mitgeprägt. Die scheinbare Lässigkeit seines Umgangs mit Unbewusstem und Instinkt, gepaart mit handwerklichem Können und geschicktem Marketing, ringt immerhin Respekt ab.















