Bundespräsident eröffnete Klangspuren Schwaz Tirol
Mit einer kurzen Ansprache von Bundespräsident Heinz Fischer sind am Donnerstagabend die 19. Klangspuren Schwaz Tirol, ein Festival zeitgenössischer Musik, eröffnet worden. Der Veranstaltungsreigen vom 13. bis zum 29. September steht diesmal im Zeichen neuer Musik aus Korea.
Fischer verwies darauf, dass sich das Schwerpunktthema "hervorragend" mit dem heurigen 120-Jahr-Jubiläum der ersten Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Südkorea und Österreich treffe. Die seit dem Jahr 1994 bestehenden Klangspuren hätten sich inzwischen mit ihren beachtlich vielen Ur- und Erstaufführungen einen "fixen Platz in Österreichs Musikleben erarbeitet", meinte der Bundespräsident.
Für Begeisterung sorgte anschließend das rund eineinhalbstündige Eröffnungskonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck unter Dirigent Wen-Pin Chien. Dabei wurden Werke der in Seoul und Berlin lebenden Komponistin Unsuk Chin sowie ihrer österreichischen Kollegen Georg Friedrich Haas und Johannes Maria Staud dargeboten. Für die ultimative Krönung des Konzerts sorgte Chin zum Abschluss mit ihrem Werk für chinesische Sheng (Mundorgel) und Orchester.
Bis zum 29. September stehen noch zahlreiche weitere Highlights bei den Klangspuren an. Das in Tongyeong beheimatete TIMF (Tongyeong International Music Festival) Ensemble wird in zwei Konzerten (25. und 27.9.) mit einer Reihe von Uraufführungen aufwarten.
Ein Novum ist die Idee, das Abschlusskonzert am 29. September in die privaten vier Wände der Tiroler zu bringen. Unter dem Motto "rent a musician" können sich die Zuhörer aus dem Schwazer Einzugsbereich Formationen vom Solisten bis zur Trio-Besetzung für ein 20-minütiges Minikonzert ins eigene Wohnzimmer bestellen - die Einladung von Nachbarn und Freunden zu den Hauskonzerten sind "explizit erwünscht".
Wie schon im vergangenen Jahr wird auch bei der 19. Festivalauflage wieder eine Pilgerwanderung (16.9.) über den Brenner mit mehreren musikalischen Stationen stattfinden. Neue Schau- und Hörplätze verstreuen sich heuer neuerdings auf das Passeiertal über das Timmelsjoch bis nach Obergurgl.














