Niederösterreicher klagt RTL wegen "Monster"-Aussage
Ein Niederösterreicher fand sich nach dem Badeurlaub auf den Malediven im Fernsehen wieder - und zwar als "Monster" bloßgestellt. RTL wollte dem Mann 9.000 Euro Entschädigung zahlen - er klagt auf weitere 21.000 Euro Schmerzensgeld.

Foto © APVon Dieter Bohlen bei “DSDS” als Monster verspottet: Niederösterreicher klagt RTL
Der 69-Jährige wurde in der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar 2011 - Recall" vor laufender Kamera verspottet. Laut "Kurier" wollte man den Mann mit 9.000 Euro entschädigen - jetzt klagte er.
Das Pech des Urlaubers sei laut dem Bericht gewesen, dass er zufällig während der Dreharbeiten im Hintergrund auftauchte. Daraufhin hätten sich die Beteiligten der Sendung, darunter auch Dieter Bohlen, über den 69-Jährigen lustig gemacht und ihn als "Monster" bezeichnet.
"Äußerst großzügig bemessen"
RTL zahlte laut "Kurier" freiwillig 9.000 Euro Entschädigung und fand das "äußerst großzügig bemessen". Mithilfe seines Anwalts Josef Wegrostek klagte der Niederösterreicher am Landesgericht Korneuburg nun weitere 21.000 Euro Schmerzensgeld ein. Gerichtspsychiaterin Gabriele Wörgötter habe dem Mann attestiert, dass bei ihm "durch den herabwürdigenden TV-Beitrag ein krankheitswertiges psychiatrisches Störungsbild ausgelöst wurde". Wegen der Kränkung habe er 50 Tage psychische Schmerzen erlitten.
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